Das Synthi-Experiment

Achtung – Oldschool!

Terratec EWS64 XL
Made in Germany
Die Soundkarte Terratec EWS64 XL mit eingesteckter Speichererweiterung

Irgendwann in den Neunzigern (ca. 1997/98) machte ich mich zum Musikhaus Hammer (Storchgasse Nähe Griesplatz) auf, um die telefonisch bestellte Terratec EWS64 XL-Soundkarte abzuholen („Online“ war noch nix)…zum damaligen Zeitpunkt ein wahres Wunderwerk, besaß sie doch einen „ordentlichen“, mehrkanaligen Synthi-Soundchip und war via Midi ansteuerbar. Vorraussetzung für´s Musikmachen oder Sound-Bearbeiten war natürlich ein geeigneter PC (ISA-Bus!) und am Mainboard einstellbare separate IRQs für die Sound- und Grafikkarte…ja, die musste man damals teilweise noch händisch einstellen (bzw. in den Slots umstecken), sonst gab´s Abstürze! Der Midi-Anschluß erfolgte nicht mehr über den üblichen Joystick-Port (USB steckte noch in den Kinderschuhen und wurde erst Anfang der 200er brauchbar), sondern via DIN-Stecker über das mitgelieferte Frontpanel.

Terratec EWS64 XL
5,25 Zoll Frontpanel-Einschub
5,25 Zoll Frontpanel-Einschub

Über die damals verwendete PC-Hardware kann man heute nur mehr lächeln:

Pentium 200MMX
256 MB Hauptspeicher
5 GB Enhanced-IDE Festplatte
Soundkarte Terratec EWS64 XL
Windows (wahrscheinlich noch 95, später 98)

Terratec EWS64 XL Rückseite der Platine
Terratec EWS64 XL Rückseite – man beachte die Anmerkung links unten!

Irgendeine Sequenzenzer-Sortware, ein günstiges Midi-Keyboard und einige Monate später entstand dann meine bislang einzige Musikproduktion – ein Trance-/Techno-Track, rein intuitiv kreiert, die einzelnen Sequenzen zusammengebastelt, ohne jegliche Abmischung bzw. Postproduktion und somit klanglich leider (an heutigen Maßstäben gemessen) voll im Keller…
Das nur als Warnung, sollte sich jemand tatsächlich die ganzen 6:52 reinziehen 😉

Trance Virgin 1 by Wurli
Joystick-Anschluss und Audio Ein-Ausgänge

Weblinks mit weiteren Infos zur verwendeten Soundkarte:

http://www.studio4all.de/htmlg/welcomeewst.html

http://www.amoretro.de/2012/02/terratec-ews64xl-version-1-2-wavetable-soundkarte.html

https://www.musicfarm.org/input/test/t-terratec.html

Ganz Tapfere machen sich sogar an die Restaurierung dieses Soundkarten-Oldtimers:
https://dosreloaded.de/forum/index.php?thread/349-terratec-ews64-xl-restauration/

Terrasoniq Phase X64 USB Treiber für Windows 7-10 64 Bit

Aufnahme läuft – mit der Terrasoniq Phase X64 USB, auch unter Windows 10

Es ist immer ärgerlich, wenn ein Hersteller „untertaucht“ oder einfach keine aktualisierten Treiber, ja nicht einmal mehr die originalen, älteren, auf seiner Website zur Verfügung stellt. So ging es mir auch mit meinem etwas in die Jahre gekommenen externen Audio-Interface „Terrasoniq Phase X64 USB“ von der TerraTec Electronic GmbH in Deutschland. Das Gerät funktioniert technisch gesehen einwandfrei, kann alles was ich zum Digitalisieren benötige (regel- und umschaltbare Phono-/Line-/Mikrofon Eingänge, auch mit Phantomspeisung 48V, Kopfhörer-Ausgang mit Vorhörmöglichkeit etc.), wird aber von aktuellen Windows 10-Systemen nicht erkannt. Eine Suche nach Treibern auf der Website des Herstellers scheitert am „Wartungsmodus“, in dem sich die Site – anscheinend seit Jahren – befindet.

Es gibt einige mehr oder weniger dubiose Seiten, die Treiber für die Karte anbieten, ich habe mich aber entschlossen das Paket, welches tatsächlich problemlos funktioniert, hier zu veröffentlichen:

Wichtig: Beim Installieren das Audio-Interface abstecken, sonst bleibt der Setup-Vorgang unter Umständen hängen.

Viel Spaß beim Recording!

Ergänzung-ACHTUNG: Auf meinem aktuellen 64bit Windows 10-System kommt es nachvollziehbar zu einem durch einen Terrasoniq-Treiber verursachten Bluescreen, wenn ich den Windows Audio-Ein- und -Ausgang auf das Phase X64 konfiguriere! Bei dem darauffolgenden Neustart sollte das Interface abgesteckt sein, sonst kommt es wiederum zu einem Bluescreen! Werde noch testen und dann weiter berichten.

2021-01-24 Auch ein Test auf einem anderen 64bit Windows 10-System brachte das selbe unerfreuliche Ergebnis: Bluescreen nach Installation der Treiber, verursacht durch msnkphsa.sys (USB Audio WDM Adapter Treiber).
Auf demselben System unter Windows 7 (ebenfalls 64bit) funktioniert aber alles perfekt!

Notiz: Let´s Encrypt Wildcard-Zertifikate erstellen

  1. Ubuntu Linux-VM erstellen (oder lokal auf einem alten Hobel installieren), dabei aber nicht unbedingt die allerletzte Version verwenden, da gibt´s manchmal Versionskonflikte mit der CERTBOT-Installation
  2. Certbot installieren:
    sudo apt-get install git
    cd /opt
    sudo git clone https://github.com/certbot/certbot.git
  3. cd /opt/certbot
  4. ./certbot-auto certonly –manual –preferred-challenges=dns –email EMAIL@EMAIL.com –server https://acme-v02.api.letsencrypt.org/directory –agree-tos -d *.DOMAIN.at -d DOMAIN.at
  5. Die beiden Challenges rauskopieren und in der DNS-Verwaltung der Domain als TXT-Records „_acme-challenge.DOMAIN.AT“ eintragen, warten (oder TTL auf 1 setzen und weniger lange warten)
  6. Bestätigen, Zertifikatsdateien werden in die Default-Ordner (/etc/letsencrypt/live/DOMAIN.AT) kopiert
  7. Zertifikatsdateien (sind noch zugriffsgeschützt) in den Home-Ordner kopieren: sudo cp /etc/letsencrypt/live/DOMAIN.AT/{cert,chain,privkey,fullchain}.pem ~
  8. in den HOME-Ordner wechseln (cd /home/USERNAME)
  9. Zugriffsrechte aktivieren: sudo chown `whoami` ~/*.pem
  10. jetzt können die Zertifikatsdateien mittels WINSCP in einen Windows-Ordner kopiert werden, in dem sich vorzugsweise OPENSSL befindet
  11. in diesem Ordner die passenden Windows-Zertifikatsdateien generieren:
    openssl pkcs12 -export -out certificate.pfx -inkey privKey.pem -in fullchain.pem -certfile Cert.pem
    (beliebiges, aber halbwegs sicheres passwort eingeben)
  12. openssl pkcs12 -nodes -in certificate.pfx -out cert.pem
    (selbes passwort wie zuvor verwenden)

Das war´s – viel Spaß!

Graz im #lockdown – auf den Spuren von Kangbashi

windows.old Ordner verschoben – Startmenü fast leer

Heute wollte ich, um Speicherplatz auf C: freizumachen, den nach dem Update auf Windows 10 1909 entstandenen „windows.old“-Ordner auf eine andere Platte verschieben. Nachdem das erledigt war fiel mir auf, dass in meinem Startmenü nur mehr einige wenige Standard-Systemprogrammverknüpfungen existierten – die verschwundenen Symbole hatten zwar noch ihren Platz, der war aber schwarz und leer.

Ein zurückverschieben des windows.old-Ordners half nichts, die Symbole tauchten nicht mehr auf. Da ich sehr viele Programme installiert habe und nicht für alle händisch eine Verknüpfung erstellen wollte suchte ich einige Zeit im Netz, ohne wirklich fündig zu werden -anscheinend passiert das nicht so oft.

In einem Artikel wurde allerdings der Order “ %AppData%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs“ erwähnt, der bei mir allerdings nur mehr Verknüpfungen zu den oben erwähnten Standardprogrammen und zu einigen wenigen anderen (die nur im Menü von meinem eigenen Benutzer aufscheinen) enthielt.

Im Ordner „c:\Windows.old\Users\All Users\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\“ fand ich nach kurzer Suche allerdings die Programmverknüpfungen zu allen installierten Programmen wieder!
Diese kopierte ich einfach in den korrespondierenden Ordner der aktiven Windows-Installation (also „c:\Users\All Users\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\“) – und siehe da, nach kurzer Zeit tauchten alle „verlorenen“ Verknüpfungen im Startmenü wieder auf!

Balkan Adventure Tour 2018 (BAT 2018)

Meine erste Adventure-Tour mit der Africa Twin (Schalter, Bj 2016)…wochenlange Vorfreude sowei eine gehörige Portion Reisefieber hielten mich auf Trab. Was muss alles gekauft/montiert/probiert, eingepackt und vorbereitet werden? Zusätzliche Infos kamen permanent über unsere für diese Tour gegründete Whatsapp-Gruppe rein, immerhin 2 der 5 Teilnehmer waren schon ein- oder mehrmals mit dem Motorrad am Balkan … „Balkan Adventure Tour 2018 (BAT 2018)“ weiterlesen

Meine erste Adventure-Tour mit der Africa Twin (Schalter, Bj 2016)…wochenlange Vorfreude sowei eine gehörige Portion Reisefieber hielten mich auf Trab. Was muss alles gekauft/montiert/probiert, eingepackt und vorbereitet werden? Zusätzliche Infos kamen permanent über unsere für diese Tour gegründete Whatsapp-Gruppe rein, immerhin 2 der 5 Teilnehmer waren schon ein- oder mehrmals mit dem Motorrad am Balkan unterwegs gewesen. Aus den Erzählungen und ein paar Fotos/Videos schloss ich, dass wir hauptsächlich am „sicheren“ Asphalt bleiben  und bei Gelegenheit ein paar recht gemütliche, jedoch nicht zu fordernde Abstecher auf Schotterpisten machen würden und bepackte meine arme Rocinante mit allem, was ich auf so einer 10-Tages-Tour brauchen könnte. Fallweise.
Ich sollte mich täuschen.
Es sollte auch ungemütlich werden.
Mit einem Gesamtgewicht von mehr als 400 kg sollte man, wenn schon, eine gehörige Portion Mut und vor allem fahrerisches Offroad-Können aus dem Hut zaubern können, wenn´s notwendig wird. Das Offroad-Können war nicht ganz so ausgeprägt wie erhofft, und der Mut ließ nach den ersten beiden „Ausrutschern“ stark nach, aber dennoch kehrten wir heil und um viele Eindrücke und Erfahrungen reicher wieder nach Hause zurück – und ein leicht verbogener Lenker(bock), ein etwas verzogener Kofferhalter und ein paar Schrammen am rechten Seitenkoffer ärgern, tun aber nicht wirklich weh.

Tag 1 – Wien/Graz-Mureck-Ptui-Karlobag
6.6.2018

Nach einer vor Aufregung ziemlich schlaflosen Nacht beginnt der Tag gut – das Wetter passt, es ist nicht zu warm und nach und nach wird meine Rocinante mit all dem Zeug beladen, das fein säuberlich vorbereitet wurde. Beim Aufsteigen muss ich allerdings feststellen, dass alleine das Aufrichten des Gefährts vom Seitenständer bereits eine Herausforderung ist – na bravo, das kann ja heiter werden. H. ist bereits die Strecke von Leoben nach Graz gereist um mich abzuholen, und nutzt die Gelegenheit noch für eine Rauchpause. „Balkan Adventure Tour 2018 (BAT 2018)“ weiterlesen

Bitnami WordPress-Installation auf neuen Server umsiedeln

Da es keine direkte Option gibt, eine virtualisierte Bitnami-Wordpress-Stack-Installation in ihrer Gesamtheit auf den aktuellen Sicherheitsstand (PHP7 etc.) zu bringen, entschied ich mich für die umständlichere Methode, die aber im Endeffekt gar nicht so umständlich war wie gedacht.
Mein Problem war nämlich, dass ich ursprünglich testweise die WordPress-Multisite-Installation gewählt hatte, um mehrere Domains getrennt verwalten zu können. Für einen Komplett-Transfer einer WordPress-Installation auf einen neuen Server gibt es ja das „All-in-One WP Migration“-Tool, welches aber für Multisite-Installationen US $199 kostet – eindeutig zu viel für ein Hobby-Projekt.

Also probierte ich einfach folgendes: Ich lud das aktuellste Bitnami-Image für virtualisierte Umgebungen und führte die Grundinstallation durch. Dann exportierte ich meinen kompletten Datenbestand (Posts inkl. Bilder etc.) der aktiven Installation über das WP-eigene Tool in einen Ordner und importiere diese XML-Datei inkl. der Bilder in die neue Installation. Hier gab´s natürlich einige Fehlermeldungen, besonders die noch nicht installierten Plugins betreffend. Nach der Installation dieser Plugins führte ich den Import einfach noch einmal durch, diesmal klappte es nahezu fehlerfrei.

Danach musste ich nur noch die IP-Adressen tauschen, die Konfiguration der neuen Installation fertigstellten und siehe da – nach einigen Stunden Zeitaufwand war die ganze Sache erledigt, meine Daten wieder online und alle Programmpakete (sowohl Linux als auch WordPress) am aktuellsten Stand.

Windows 10 Installation umsiedeln

Eine ursprünglich zusätzlich auf einer zweiten Festplatte installierte Windows-Installation samt Bootpartition auf eine neue Festplatte verschieben Folgendes Ausgangszenario gab es auf meiner Workstation: Nachdem ich von einer sehr individuellen Windows 7-Installation (es war zB das komplette Benutzerverzeichnis mittels Registry-Modifikation auf einer zweiten Festplatte verschoben worden) auf Windows 10 upgegraded hatte, dieses solche Spezialkonfiguration jedoch ab … „Windows 10 Installation umsiedeln“ weiterlesen

Eine ursprünglich zusätzlich auf einer zweiten Festplatte installierte Windows-Installation samt Bootpartition auf eine neue Festplatte verschieben

Folgendes Ausgangszenario gab es auf meiner Workstation:

Nachdem ich von einer sehr individuellen Windows 7-Installation (es war zB das komplette Benutzerverzeichnis mittels Registry-Modifikation auf einer zweiten Festplatte verschoben worden) auf Windows 10 upgegraded hatte, dieses solche Spezialkonfiguration jedoch ab einem gewissen Patch-Level nicht mehr unterstützt, blieb mir nichts anderes übrig, also Windows 10 komplett neu zu installieren. Die Installation erfolgte (natürlich auch um im Notfall weiterhin mit der alten Version arbeiten zu können) parallel zur vorhandenen auf einer neuen Fesplatte, somit gab es zwei Einträge im Bootmenü: Windows 10 alt und Windows 10 neu.

Nach einiger Zeit des problemlosen Betriebs der neuen Installation löschte ich die Festplatte mit der ursprünglichen Version und verwendete sie für andere Daten. Ein Problem entstand jedoch dadurch: Die Systempartition, welche von Windows automatisch angelegt wird und die normalerweise nicht sichtbar ist, befand sich immer noch auf dieser „alten“ Fesplatte. Sollte diese defekt werden oder anderweitig eingesetzt werden, würde mein System nicht mehr starten.

Nach einigen Überlegungen (und Studium diverser Online-Tutorials), wie man diese Misere am besten und zufriedenstellendsten lösen könne, entschloss ich mich, die notwendigen Partitionen auf eine dritte, neue Festplatte zu klonen und danach die Booteinträge zu korrigieren, damit das ganze System wieder von einer einzigen Festplatte aus startbar wäre.

So der Plan.

Automatisierte System-Klon-Programme (wie zB das sonst recht brauchbare Samsung Data Migration) würden von vornherein scheitern, da sie mit einer solchen Konfiguration überfordert sind. Also verwendete ich ein anderes Tool, wie zB den „EaseUS Partition Manager“ (auch der auf der c´t NotWin enthaltene „Minitool Partition Wizard“ funktioniert), um die Partitionen einzeln auf die neue Festplatte zu klonen.

Kann dauern.

Nachdem nun endlich beide Partitions geklont waren, startete Windows allerdings noch nicht. Kein Wunder, verwies doch der Bootmanagereintrag noch immer noch auf eine Platte bzw. Partition, die jedoch nicht mehr vorhanden war (die beiden alten Systemplatten hatte ich nach dem Klonen sicherheitshalber abgesteckt). Weder Reparaturversuche mit der Windows Start-CD noch mit der c´t NotWin halfen, obwohl sogar der Befehl bootrec /scanos die vorhandene Windows-Installation auf der zweiten Partition der neuen Festplatte erkannte! Der nachfolgende Befehl bootrec /rebuildbcd, der die erkannte Windows-Installation in den Bootmanager integrieren sollte, scheiterte jedoch mit der erstaunlichen Fehlermeldung „device not present“.

Nach zig gescheiterten Boot- und Reparaturversuchen hatte ich dann doch noch Erfolg – mit der manuellen Methode. Da die Reparaturroutinen von Windows 10 so „schlau“ sind, die einzige Windows 10-Installation auf der einzigen vorhandenen Systemfestplatte nicht in den eigenen Bootmanager integrieren zu können, muss man mit dem Befehl

bcdboot C:\WINDOWS /s C: /f ALL

nachhelfen, dann startet Windows wieder normal!

Ergänzung: In meinem Fall lag die gesuchte Windows-Installation auf der Festplatte mit dem Buchstaben F:, somit würde der obige Befehl so aussehen: bcdboot F:\WINDOWS /s F: /f ALL

Der /f Parameter gibt die Bios-Variante an, kann also BIOS oder UEFI sein – oder am einfachsten ALL, hat bei mir trotz UEFI-Einstellung geklappt.