Thunderbolt 3 am Windows-PC

Nachdem ich mit der handelsüblichen Auswahl an für Windows-PCs zur Verfügung stehenden externen Festplattengehäusen, die man mittels USB 3.0 oder 3.1 anbinden kann, überhaupt nicht zufrieden war, habe ich die Gehäuse-Serie von OWC entdeckt:
https://www.owcdigital.com/products/external-storage
Diese Gehäuse erhalten durchwegs gute Rezensionen bei den gängigen Onlinehändlern, einziges Manko: Sie sind alle für die Anbindung via Thunderbolt ausgelegt, nix mit USB. Apple-lastig halt. Dafür blitzschnell, die theoretischen Datenraten von Thunderbolt 3 sind atemberaubend.

Aber halt – gibt´s nicht Thunderbolt 3 auch schon für PCs? Windows? Ja, wenn man einige Voraussetzungen erfüllt:

kompatibles Motherboard: Aktuell meines Wissens nach nur von ASUS erhältlich, Liste hier: https://www.asus.com/Motherboards-Components/Motherboards/Accessories/ThunderboltEX-3/techspec/

Am Motherboard muss ein zusätzlicher TB-Header vorhanden sein, der mit dem beiliegenden Kabel die TB-Karte verbindet:

Thunderbolt-Anschluss bzw. PCIe-Karte: https://www.asus.com/Motherboards-Components/Motherboards/Accessories/ThunderboltEX-3

ein externes Thunderbolt-Gerät, zb ein externes Festplatten-RAID-Gehäuse wie zB das https://www.owcdigital.com/products/thunderbay-4-thunderbolt-3

Mein Asus WS X299 Pro Sage-Motherboard erfüllt zum Glück alle Voraussetzungen, also munter die ganzen Komponenten bestellt, eingebaut und aktiviert. Doch halt – die ThunderboltEX-3-Karte darf anscheinend nur in den 2. PCIe-Slot eingebaut werden, das ist der neben dem TB-Header (ist die einzige Option, die man im BIOS aktivieren kann). Also Grafikkarte (aktuell in Slot 1, aber zu dick um daneben noch etwas stecken zu können) in den Slot 3 verbannt, ThunderboltEX-3 in Slot 2 und meine M.2-SSD-Raid-Karte in Slot 1. Zum Glück fährt das System nach diesem Umbau problemlos hoch, die Thunderbolt-Funktionalität kann im BIOS aktiviert werden. Jetzt noch flugs den Treiber installieren…Setup direkt von der beiliegenden CD…ok, nix passiert. Keine zusätzlichen Festplatten im System, auch im Gerätemanager wird nichts angezeigt. Seltsam.

Ich überprüfe nochmal die komplette Hardware, auch das BIOS-Setup, nichts. Treiber deinstalliert, nochmal installiert, nichts.

Dann fällt mir auf, dass das Thunderbay in den Sleep-Modus geht, sobald ich das (zum Glück beigelegte, aber kurze) Thunderbolt-Kabel abstecke. Elektrisch scheint also alles OK zu sein. Festplatten zu groß? Immerhin habe ich 3 Stk 14TB-Serverplatten in dem Gehäuse… (WD Ultrastar 14TB DC HC530 SATA HDD 3,5 Zoll interne Festplatte für Server mit 512 MB Cache, Enterprise Klasse)

Baue eine zusätzliche, kleine 2 TB-Platte ein. Nichts, wird auch nicht erkannt, auch die Fesplatten-Zugriffs-LEDs blinken kein einziges Mal.

Gerät defekt?

Ich begebe mich auf die Suche im Netz, die FAQs von OWC helfen nicht weiter, auch nicht die von Asus…vielleicht ein Treiber- oder Firmware-Problem? Lt. OWC sollen auch 4k-Festplatten problemlos in dem Gehäuse funktionieren, also muss es ein Treiberproblem sein. Siehe da, auf der ASUS-Website gibt es für die ThunderboltEX3-Karte neue Treiber – der zweite von oben, vom August 2020, der sieht gut aus. Wofür die anderen beiden vorhanden sind…keine Ahnung. Die Beschreibung ist leider (wie oft) dürftig.

Nach der Deinstallation des alten Treibers und der Neuinstallation passiert wieder einmal…nichts. Weder im Gerätemanager ein neues Gerät noch vom Setup ein Hinweis auf irgend etwas. Also wieder suchen. Im Windows-System-Log finde ich Hinweise auf die korrekte Installation der Thunderbolt-Treiber. Und im Startmenü finde ich dann das „Thunderbolt Control Center“.

Das Thunderbay 43 wird bereits angezeigt, jetzt muss man noch den Zugriff darauf freigeben (!) und siehe da – die Platten laufen an, alle LEDs leuchten grün, die Platten werden vom System erkannt…jetzt nur noch RAID5 einrichten, also Festplattenmanager starten…hoppala, RAID5 ist ausgegraut.

Wieder mal so eine besch….ene Windows-Hürde, die sich durch kurze Suche im Netz zum Glück rasch umschiffen lässt: Wie in https://www.windows-faq.de/2020/03/25/raid-5-unter-windows-10-einrichten/ beschrieben muss man das Programm „Speicherplatz verwalten“ starten (haha, wieder mal eine alte Systemsteuerungs-Leiche) und dort die unformatierten Laufwerke zu einem RAID-Verbund konfigurieren. Klappt dann auf Anhieb, und nach kurzer Zeit habe ich ein RAID5-Laufwerk mit 25,4 Terrabyte Kapazität zur Verfügung!

Das Synthi-Experiment

Achtung – Oldschool!

Terratec EWS64 XL
Made in Germany
Die Soundkarte Terratec EWS64 XL mit eingesteckter Speichererweiterung

Irgendwann in den Neunzigern (ca. 1997/98) machte ich mich zum Musikhaus Hammer (Storchgasse Nähe Griesplatz) auf, um die telefonisch bestellte Terratec EWS64 XL-Soundkarte abzuholen („Online“ war noch nix)…zum damaligen Zeitpunkt ein wahres Wunderwerk, besaß sie doch einen „ordentlichen“, mehrkanaligen Synthi-Soundchip und war via Midi ansteuerbar. Vorraussetzung für´s Musikmachen oder Sound-Bearbeiten war natürlich ein geeigneter PC (ISA-Bus!) und am Mainboard einstellbare separate IRQs für die Sound- und Grafikkarte…ja, die musste man damals teilweise noch händisch einstellen (bzw. in den Slots umstecken), sonst gab´s Abstürze! Der Midi-Anschluß erfolgte nicht mehr über den üblichen Joystick-Port (USB steckte noch in den Kinderschuhen und wurde erst Anfang der 200er brauchbar), sondern via DIN-Stecker über das mitgelieferte Frontpanel.

Terratec EWS64 XL
5,25 Zoll Frontpanel-Einschub
5,25 Zoll Frontpanel-Einschub

Über die damals verwendete PC-Hardware kann man heute nur mehr lächeln:

Pentium 200MMX
256 MB Hauptspeicher
5 GB Enhanced-IDE Festplatte
Soundkarte Terratec EWS64 XL
Windows (wahrscheinlich noch 95, später 98)

Terratec EWS64 XL Rückseite der Platine
Terratec EWS64 XL Rückseite – man beachte die Anmerkung links unten!

Irgendeine Sequenzenzer-Sortware, ein günstiges Midi-Keyboard und einige Monate später entstand dann meine bislang einzige Musikproduktion – ein Trance-/Techno-Track, rein intuitiv kreiert, die einzelnen Sequenzen zusammengebastelt, ohne jegliche Abmischung bzw. Postproduktion und somit klanglich leider (an heutigen Maßstäben gemessen) voll im Keller…
Das nur als Warnung, sollte sich jemand tatsächlich die ganzen 6:52 reinziehen 😉

Trance Virgin 1 by Wurli
Joystick-Anschluss und Audio Ein-Ausgänge

Weblinks mit weiteren Infos zur verwendeten Soundkarte:

http://www.studio4all.de/htmlg/welcomeewst.html

http://www.amoretro.de/2012/02/terratec-ews64xl-version-1-2-wavetable-soundkarte.html

https://www.musicfarm.org/input/test/t-terratec.html

Ganz Tapfere machen sich sogar an die Restaurierung dieses Soundkarten-Oldtimers:
https://dosreloaded.de/forum/index.php?thread/349-terratec-ews64-xl-restauration/

Terrasoniq Phase X64 USB Treiber für Windows 7-10 64 Bit

Aufnahme läuft – mit der Terrasoniq Phase X64 USB, auch unter Windows 10

Es ist immer ärgerlich, wenn ein Hersteller „untertaucht“ oder einfach keine aktualisierten Treiber, ja nicht einmal mehr die originalen, älteren, auf seiner Website zur Verfügung stellt. So ging es mir auch mit meinem etwas in die Jahre gekommenen externen Audio-Interface „Terrasoniq Phase X64 USB“ von der TerraTec Electronic GmbH in Deutschland. Das Gerät funktioniert technisch gesehen einwandfrei, kann alles was ich zum Digitalisieren benötige (regel- und umschaltbare Phono-/Line-/Mikrofon Eingänge, auch mit Phantomspeisung 48V, Kopfhörer-Ausgang mit Vorhörmöglichkeit etc.), wird aber von aktuellen Windows 10-Systemen nicht erkannt. Eine Suche nach Treibern auf der Website des Herstellers scheitert am „Wartungsmodus“, in dem sich die Site – anscheinend seit Jahren – befindet.

Es gibt einige mehr oder weniger dubiose Seiten, die Treiber für die Karte anbieten, ich habe mich aber entschlossen das Paket, welches tatsächlich problemlos funktioniert, hier zu veröffentlichen:

Wichtig: Beim Installieren das Audio-Interface abstecken, sonst bleibt der Setup-Vorgang unter Umständen hängen.

Viel Spaß beim Recording!

Ergänzung-ACHTUNG: Auf meinem aktuellen 64bit Windows 10-System kommt es nachvollziehbar zu einem durch einen Terrasoniq-Treiber verursachten Bluescreen, wenn ich den Windows Audio-Ein- und -Ausgang auf das Phase X64 konfiguriere! Bei dem darauffolgenden Neustart sollte das Interface abgesteckt sein, sonst kommt es wiederum zu einem Bluescreen! Werde noch testen und dann weiter berichten.

2021-01-24 Auch ein Test auf einem anderen 64bit Windows 10-System brachte das selbe unerfreuliche Ergebnis: Bluescreen nach Installation der Treiber, verursacht durch msnkphsa.sys (USB Audio WDM Adapter Treiber).
Auf demselben System unter Windows 7 (ebenfalls 64bit) funktioniert aber alles perfekt!

Notiz: Let´s Encrypt Wildcard-Zertifikate erstellen

  1. Ubuntu Linux-VM erstellen (oder lokal auf einem alten Hobel installieren), dabei aber nicht unbedingt die allerletzte Version verwenden, da gibt´s manchmal Versionskonflikte mit der CERTBOT-Installation
  2. Certbot installieren:
    sudo apt-get install git
    cd /opt
    sudo git clone https://github.com/certbot/certbot.git
  3. cd /opt/certbot
  4. ./certbot-auto certonly –manual –preferred-challenges=dns –email EMAIL@EMAIL.com –server https://acme-v02.api.letsencrypt.org/directory –agree-tos -d *.DOMAIN.at -d DOMAIN.at
  5. Die beiden Challenges rauskopieren und in der DNS-Verwaltung der Domain als TXT-Records „_acme-challenge.DOMAIN.AT“ eintragen, warten (oder TTL auf 1 setzen und weniger lange warten)
  6. Bestätigen, Zertifikatsdateien werden in die Default-Ordner (/etc/letsencrypt/live/DOMAIN.AT) kopiert
  7. Zertifikatsdateien (sind noch zugriffsgeschützt) in den Home-Ordner kopieren: sudo cp /etc/letsencrypt/live/DOMAIN.AT/{cert,chain,privkey,fullchain}.pem ~
  8. in den HOME-Ordner wechseln (cd /home/USERNAME)
  9. Zugriffsrechte aktivieren: sudo chown `whoami` ~/*.pem
  10. jetzt können die Zertifikatsdateien mittels WINSCP in einen Windows-Ordner kopiert werden, in dem sich vorzugsweise OPENSSL befindet
  11. in diesem Ordner die passenden Windows-Zertifikatsdateien generieren:
    openssl pkcs12 -export -out certificate.pfx -inkey privKey.pem -in fullchain.pem -certfile Cert.pem
    (beliebiges, aber halbwegs sicheres passwort eingeben)
  12. openssl pkcs12 -nodes -in certificate.pfx -out cert.pem
    (selbes passwort wie zuvor verwenden)

Das war´s – viel Spaß!

windows.old Ordner verschoben – Startmenü fast leer

Heute wollte ich, um Speicherplatz auf C: freizumachen, den nach dem Update auf Windows 10 1909 entstandenen „windows.old“-Ordner auf eine andere Platte verschieben. Nachdem das erledigt war fiel mir auf, dass in meinem Startmenü nur mehr einige wenige Standard-Systemprogrammverknüpfungen existierten – die verschwundenen Symbole hatten zwar noch ihren Platz, der war aber schwarz und leer.

Ein zurückverschieben des windows.old-Ordners half nichts, die Symbole tauchten nicht mehr auf. Da ich sehr viele Programme installiert habe und nicht für alle händisch eine Verknüpfung erstellen wollte suchte ich einige Zeit im Netz, ohne wirklich fündig zu werden -anscheinend passiert das nicht so oft.

In einem Artikel wurde allerdings der Order “ %AppData%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs“ erwähnt, der bei mir allerdings nur mehr Verknüpfungen zu den oben erwähnten Standardprogrammen und zu einigen wenigen anderen (die nur im Menü von meinem eigenen Benutzer aufscheinen) enthielt.

Im Ordner „c:\Windows.old\Users\All Users\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\“ fand ich nach kurzer Suche allerdings die Programmverknüpfungen zu allen installierten Programmen wieder!
Diese kopierte ich einfach in den korrespondierenden Ordner der aktiven Windows-Installation (also „c:\Users\All Users\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\“) – und siehe da, nach kurzer Zeit tauchten alle „verlorenen“ Verknüpfungen im Startmenü wieder auf!

Bitnami WordPress-Installation auf neuen Server umsiedeln

Da es keine direkte Option gibt, eine virtualisierte Bitnami-Wordpress-Stack-Installation in ihrer Gesamtheit auf den aktuellen Sicherheitsstand (PHP7 etc.) zu bringen, entschied ich mich für die umständlichere Methode, die aber im Endeffekt gar nicht so umständlich war wie gedacht.
Mein Problem war nämlich, dass ich ursprünglich testweise die WordPress-Multisite-Installation gewählt hatte, um mehrere Domains getrennt verwalten zu können. Für einen Komplett-Transfer einer WordPress-Installation auf einen neuen Server gibt es ja das „All-in-One WP Migration“-Tool, welches aber für Multisite-Installationen US $199 kostet – eindeutig zu viel für ein Hobby-Projekt.

Also probierte ich einfach folgendes: Ich lud das aktuellste Bitnami-Image für virtualisierte Umgebungen und führte die Grundinstallation durch. Dann exportierte ich meinen kompletten Datenbestand (Posts inkl. Bilder etc.) der aktiven Installation über das WP-eigene Tool in einen Ordner und importiere diese XML-Datei inkl. der Bilder in die neue Installation. Hier gab´s natürlich einige Fehlermeldungen, besonders die noch nicht installierten Plugins betreffend. Nach der Installation dieser Plugins führte ich den Import einfach noch einmal durch, diesmal klappte es nahezu fehlerfrei.

Danach musste ich nur noch die IP-Adressen tauschen, die Konfiguration der neuen Installation fertigstellten und siehe da – nach einigen Stunden Zeitaufwand war die ganze Sache erledigt, meine Daten wieder online und alle Programmpakete (sowohl Linux als auch WordPress) am aktuellsten Stand.

Windows 10 Installation umsiedeln

Eine ursprünglich zusätzlich auf einer zweiten Festplatte installierte Windows-Installation samt Bootpartition auf eine neue Festplatte verschieben Folgendes Ausgangszenario gab es auf meiner Workstation: Nachdem ich von einer sehr individuellen Windows 7-Installation (es war zB das komplette Benutzerverzeichnis mittels Registry-Modifikation auf einer zweiten Festplatte verschoben worden) auf Windows 10 upgegraded hatte, dieses solche Spezialkonfiguration jedoch ab … „Windows 10 Installation umsiedeln“ weiterlesen

Eine ursprünglich zusätzlich auf einer zweiten Festplatte installierte Windows-Installation samt Bootpartition auf eine neue Festplatte verschieben

Folgendes Ausgangszenario gab es auf meiner Workstation:

Nachdem ich von einer sehr individuellen Windows 7-Installation (es war zB das komplette Benutzerverzeichnis mittels Registry-Modifikation auf einer zweiten Festplatte verschoben worden) auf Windows 10 upgegraded hatte, dieses solche Spezialkonfiguration jedoch ab einem gewissen Patch-Level nicht mehr unterstützt, blieb mir nichts anderes übrig, also Windows 10 komplett neu zu installieren. Die Installation erfolgte (natürlich auch um im Notfall weiterhin mit der alten Version arbeiten zu können) parallel zur vorhandenen auf einer neuen Fesplatte, somit gab es zwei Einträge im Bootmenü: Windows 10 alt und Windows 10 neu.

Nach einiger Zeit des problemlosen Betriebs der neuen Installation löschte ich die Festplatte mit der ursprünglichen Version und verwendete sie für andere Daten. Ein Problem entstand jedoch dadurch: Die Systempartition, welche von Windows automatisch angelegt wird und die normalerweise nicht sichtbar ist, befand sich immer noch auf dieser „alten“ Fesplatte. Sollte diese defekt werden oder anderweitig eingesetzt werden, würde mein System nicht mehr starten.

Nach einigen Überlegungen (und Studium diverser Online-Tutorials), wie man diese Misere am besten und zufriedenstellendsten lösen könne, entschloss ich mich, die notwendigen Partitionen auf eine dritte, neue Festplatte zu klonen und danach die Booteinträge zu korrigieren, damit das ganze System wieder von einer einzigen Festplatte aus startbar wäre.

So der Plan.

Automatisierte System-Klon-Programme (wie zB das sonst recht brauchbare Samsung Data Migration) würden von vornherein scheitern, da sie mit einer solchen Konfiguration überfordert sind. Also verwendete ich ein anderes Tool, wie zB den „EaseUS Partition Manager“ (auch der auf der c´t NotWin enthaltene „Minitool Partition Wizard“ funktioniert), um die Partitionen einzeln auf die neue Festplatte zu klonen.

Kann dauern.

Nachdem nun endlich beide Partitions geklont waren, startete Windows allerdings noch nicht. Kein Wunder, verwies doch der Bootmanagereintrag noch immer noch auf eine Platte bzw. Partition, die jedoch nicht mehr vorhanden war (die beiden alten Systemplatten hatte ich nach dem Klonen sicherheitshalber abgesteckt). Weder Reparaturversuche mit der Windows Start-CD noch mit der c´t NotWin halfen, obwohl sogar der Befehl bootrec /scanos die vorhandene Windows-Installation auf der zweiten Partition der neuen Festplatte erkannte! Der nachfolgende Befehl bootrec /rebuildbcd, der die erkannte Windows-Installation in den Bootmanager integrieren sollte, scheiterte jedoch mit der erstaunlichen Fehlermeldung „device not present“.

Nach zig gescheiterten Boot- und Reparaturversuchen hatte ich dann doch noch Erfolg – mit der manuellen Methode. Da die Reparaturroutinen von Windows 10 so „schlau“ sind, die einzige Windows 10-Installation auf der einzigen vorhandenen Systemfestplatte nicht in den eigenen Bootmanager integrieren zu können, muss man mit dem Befehl

bcdboot C:\WINDOWS /s C: /f ALL

nachhelfen, dann startet Windows wieder normal!

Ergänzung: In meinem Fall lag die gesuchte Windows-Installation auf der Festplatte mit dem Buchstaben F:, somit würde der obige Befehl so aussehen: bcdboot F:\WINDOWS /s F: /f ALL

Der /f Parameter gibt die Bios-Variante an, kann also BIOS oder UEFI sein – oder am einfachsten ALL, hat bei mir trotz UEFI-Einstellung geklappt.

Dropbox-Ordner auf Wechseldatenträger installieren/verschieben

Dropbox lässt ja nicht zu, den Datenordner auf einem Wechseldatenträgerlaufwerk anzulegen oder auf einen zu verschieben – keine Ahnung warum. Das wäre allerdings bei Netbooks oder „Convertibles“ wie dem Lenovo Yoga Book mit nur 64 GB RAM sehr interessant, denn in den Micro-SD-Slot passen ja auch Karten mit mittlerweile 265 GB oder mehr. Was tun? … „Dropbox-Ordner auf Wechseldatenträger installieren/verschieben“ weiterlesen

Dropbox lässt ja nicht zu, den Datenordner auf einem Wechseldatenträgerlaufwerk anzulegen oder auf einen zu verschieben – keine Ahnung warum. Das wäre allerdings bei Netbooks oder „Convertibles“ wie dem Lenovo Yoga Book mit nur 64 GB RAM sehr interessant, denn in den Micro-SD-Slot passen ja auch Karten mit mittlerweile 265 GB oder mehr. Was tun?

Ich habe der xSD-Karte einfach in der Datenträgerverwaltung (zusätzlich zum üblichen Laufwerksbuchstaben) eine Verknüpfung in einem leeren Ordner hinzugefügt (also zB auf C:\SD-CARD), was man gleich komfortabel im „Durchsuchen“-Dialog erledigen kann.

Den Dropbox-Datenordner kann man dann einfach in diesen Ordner verschieben bzw. dort anlegen – klappt perfekt!
Die eigentlichen Daten befinden sich dann im Unterordner „Dropbox“ auf der xSD-Karte und können dort auch bearbeitet oder aktualisiert werden, Dropbox bekommt von dieser „Umleitung“ anscheinend nichts mit.

 

Verschlüsselungs-Trojanern ein Schnippchen schlagen

Gegen die grassierende Seuche der Verschlüsselungs-Trojaner („Ransomware“) gibt es nur wenige Gegenmittel – abgesehen von extremer Zurückhaltung beim „Klicken“ im Internet und beim Öffnen von Mails (bzw. Attachements) hilft eigentlich nur die alte Weisheit: „Safe early, safe often“. Da es diese Schädlinge hauptsächlich auf Dateien abgesehen haben, die dem Benutzer lieb und wert sind (bzw. … „Verschlüsselungs-Trojanern ein Schnippchen schlagen“ weiterlesen

Gegen die grassierende Seuche der Verschlüsselungs-Trojaner („Ransomware“) gibt es nur wenige Gegenmittel – abgesehen von extremer Zurückhaltung beim „Klicken“ im Internet und beim Öffnen von Mails (bzw. Attachements) hilft eigentlich nur die alte Weisheit:
„Safe early, safe often“.

Da es diese Schädlinge hauptsächlich auf Dateien abgesehen haben, die dem Benutzer lieb und wert sind (bzw. sein Einkommen sichern) kann man die Daten regelmässig auf ein externes Laufwerk sichern und dieses während des normalen PC-Gebrauchs abstecken (bzw. auschalten). Das vergisst man aber immer wieder einmal – und falls in diesem Moment die „Ransomware“ zuschlägt ist auch die Sicherung futsch (bzw. verschlüsselt).
Oder man bedient sich einer NAS-Lösung, auf die man die Daten mittels FTP-Upload sichert – allerdings auch etwas umständlich.

Ich habe mir eine Methode ausgedacht, welche die Daten verschlüsselt sichert, (höchstwahrscheinlich) vor dem Zugriff von Ransomware schützt und gleichzeitig die tägliche Sicherung erleichtert:

Ich habe mir eine zusätzliche, grosse Festplatte eingebaut und darauf eine Partition angelegt, ohne diese zu formatieren (die Partition ist notwendig, da sonst Windows immer wieder darauf hinweist, dass die Platte zu partitionieren & formatieren wäre).

Dann installiert man Truecyrpt oder besser dessen Nachfolger Veracrypt; diese Verschlüsselungs-Software ist in der Lage, auch unformatierte Partitionen als Datencontainer zu benutzen. Somit ist während des normalen Betriebs diese Festplatte nur als unformatiertes Laufwerk vorhanden und für das Betriebssystem und in weiterer Folge für eine fallweise eingeschleppte Ransomware nutzlos – auf nicht formatierten Laufwerken kann man normalerweise nichts speichern und eben auch nichts löschen oder verschlüsseln.
Die gesamte (unformatierte) Partition wird nun mittels Truecrypt oder Veracrpyt komplett als Datencontainer „formatiert“ (Schnellformatierung reicht hier völlig aus).
Die Verwendung eines einfachen Passworts reicht hier ebenfalls, da dieses später für zusätzlichen Komfort in der Batch-Datei für die halbautomatische Sicherung gespeichert wird.

Um jetzt komfortabel die Daten regelmässig auf diesen (verschlüsselten) „Datencontainer“ zu sichern bedienen wir uns eines weiteren gratis erhältlichen Tools – „ROBOCOPY“ aus dem „Windows Server 2003 Resource Kit Tools 1.0“. Diese kleine „App“ (wie man heute sagen würde) kopiert man vorzugsweise (mit administrativen Rechten) in das Windows\System32-Verzeichnis, da man von überall darauf zugreifen kann.

Dann legt man sich noch eine kleine, feine Batch-Datei an, mittels der man die (unformatierte, verschlüsselte) Partition als virtuelles Wechsellaufwerk mountet, mit Robocopy alle wichtigen Daten(ordner) auf dieses Laufwerk spiegelt und danach das Laufwerk wieder „aushängt“, also dismounted und somit vor dem Zugriff von Ransomware (und anderen Personen 😉 schützt.

Meine Batch-Datei sieht beispielsweise so aus – die entsprechenden Variablen können in den Manuals zu Truecrypt bzw. Veracrypt nachgelesen werden, für das Herausfinden der Volume- bzw. Partition-ID des neuen Laufwerks gibt es mehrere Methoden, ich habe zum Anlegen der leeren Partiton und zum Auslesen der speziellen ID ganz einfach den „Partition Master“ von EASEUS verwendet:

"c:\Program Files\TrueCrypt\TrueCrypt.exe" /ls /q /a /c n /m rm /p PASSWORT /v \\?\Volume{aa75cec5-be3b-73da-25aa-ad79f0efeb7f}\

robocopy C:\ORDNER s:\ORDNER /mir /xd $RECYCLE.BIN "System Volume Information"

"c:\Program Files\TrueCrypt\TrueCrypt.exe" /q /ds

Bei „PASSWORT“ ist klarerweise das vorher beim Erstellen des verschlüsselten containers verwendete (einfache) Passwort einzutragen, zwischen die geschwungenen Klammern kommt die ID der (unformatierten) Partition. Alternativ kann man hier zB auch „\Device\Harddisk2\Partition2“ angeben, die korrekte Bezeichnung findet man in Truecrypt heraus, indem man auf „Select Device…“ klickt.
Die Befehlssyntax von Robocopy ist noch einfacher: Quelle, Ziel und den Parameter „/mir“ (für Mirror) angeben – fertig. Mit dem Parameter „/xd“ kann man eine Reihe von (Unter-)Ordnern angeben, die NICHT mitgespiegelt werden sollen.

Gesichert wird jetzt (zusätzlich zur „normalen“ laufenden Sicherung) zwei mal täglich – somit sollte sich bei einem tatsächlich auftretenden Schädlingsbefall der Schaden in Grenzen halten.

Glück auf und immer wachsam bleiben!

Grosse Dateien mit SMASH gratis versenden…

Heute bin ich im Blog von Gunther Wegner auf einen interessanten neuen Dienst gestoßen, der die einfache Dateiübertragung von beliebig großen Dateien via email und Downloadlink ermöglicht – gratis, ohne Werbung und mit einer Speicherdauer von maximal 7 Tagen. Hier der Link zum Originalartikel: http://gwegner.de/blog/fromsmash-com-grosse-dateien-uebertragen-leicht-gemacht/ Aber nicht vergessen, sensible Daten vor dem Versand zu verschlüsseln … „Grosse Dateien mit SMASH gratis versenden…“ weiterlesen

Heute bin ich im Blog von Gunther Wegner auf einen interessanten neuen Dienst gestoßen, der die einfache Dateiübertragung von beliebig großen Dateien via email und Downloadlink ermöglicht – gratis, ohne Werbung und mit einer Speicherdauer von maximal 7 Tagen. Hier der Link zum Originalartikel:
http://gwegner.de/blog/fromsmash-com-grosse-dateien-uebertragen-leicht-gemacht/

Aber nicht vergessen, sensible Daten vor dem Versand zu verschlüsseln – man weiß ja nie, wer mitliest!