Aufwärmrunde zur IOT Iron-Butt-Challenge 2022
mit Hannes, Silvia und Peter

the indescribable fountain of life
Aufwärmrunde zur IOT Iron-Butt-Challenge 2022
mit Hannes, Silvia und Peter

Heute (23.9.) ist das optimale Wetter für eine ausgedehnte Kurvenfahrer-Tour angesagt, also kurzfristig Urlaub genommen und die wichtigsten Utensilien eingepackt. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch einmal die Scenic-Navigation mit einer in kurviger.de geplanten und von dort direkt in meinen Scenic-Account übertragene Route testen. Und die Alpine Motosafe Gehörschutz-Ohrstöpsel möchten auch einmal ausprobiert werden. Also stopfe ich mir die Stöpsel in die Ohren und fahre los, nachdem die Strahlen der Morgensonne ein wenig zu wärmen begonnen haben, Hui, auf der Fahrt Richtung Pack ist es noch schön huschi…

Die Ohrstöpsel drücken ein wenig, weil das Zapferl zum Rausnehmen gegen meine JBL-Helmlautsprecher drückt. Sonst ist das Gefühl ein wenig….wattig. Nachdem mich die Scenic-Navigation ständig umleiten will, halte ich an und schaue mr die Settings durch – ha, man muss im Menüpunkt “Navigieren und Tracken” von “Geh zurück” auf “Neuberechnen” umschalten. Seltsame Grundeinstellung… Jetzt scheint die Navigation halbwegs gut zu klappen, allerdings nerven die ständigen Ansagen im Headset, auch den “Piepton vor Anweisung” und den “Routen Neuberechnungston” kann man getrost ausschalten.
Nach der erfrischenden Fahrt über´s Klippitztörl halte ich an, um die Motosafe Gehörschutzstöpsel rauszunehmen – der Druck auf die Ohren wurde mir zu unangenehm. Ich muss wohl die Handling-Zapferl ein wenig kürzen, denn die Wirkung (sprich Geräuschdämmung) der Stöpsel ist phänomenal! Und – die Verständlichkeit von Sprache/Musik leidet nicht sonderlich. Erst nach dem Entfernen merke ich, wie laut die Windgeräusche (verursacht durch mein niedriges Sport-Winschild) jetzt sind, volle Empfehlung also für diese kleinen Akustikhelfer.

Über die Navigation mit Scenic kann ich leider nichts so Gutes berichten, immer wieder muss ich auf “nächsten Wegpunkt überspringen” klicken, und nachdem mich die App im Gurktal Richtung Flattnitz abzweigen lassen will, wird mir klar: Die Reihenfolge der Wegpunkte ist irgendwie durcheinandergekommen, der 1. Kurviger-Wegpunkt wäre nämlich die Nockalmstraße, Flattnitz kommt erst als numero 6. Also wieder nix mit einer einfachen Navigation direkt aus kurviger.de heraus! Zudem macht auch Scenic den gleichen lästigen Fehler wie Garmin, eine Kehre oder Spitzkehre OHNE Wechsel auf eine andere Straße (bzw. Straßenbezeichnung) als “Abzweigung” anzukündigen!

Weiter also über Hochrindl (nix los), Nockalmstraße (viel los, zahlreiche deutsche Kennzeichen gesichtet), Bundschuh/Thomatal (herrlich, überhaupt nix los), Turrach (auf der Nordseite frischer, extrem griffiger Asphalt, geil!), Turracher Höhe (wollen die dort alles verbauen? Extrem viel los, zahlreiche Großbauprojekte, wähhh!), nocheinmal Hochrindl (die Aussicht über halb Kärnten bis nach Slowenien ist einfach traumhaft), Glödnitz-Metniz (eine meiner absoluten Lieblingsstrecken, zwischen den beiden Orten bin ich alleine auf der Straße!), bis nach – halt, eigentlich könnte ich ja noch St. Lamprecht und das Gaberl mitnehmen.
Kurz Navi (Garmin) umprogrammieren, aha – Abzweigung nach Ingolsthal, ist nicht weit entfernt. Wundert mich nur, dass danach eine Abzweigung auf eine “unbefestigte Straße” angezeigt wird…egal…Adventure-Bike! Tatsächlich entpuppt sich der kürzeste Weg nach St. Lamprecht als Schotterstraße mit einigen engen Kehren, dafür ist die Gegend hier oben traumhaft und der nördlich der Landesgrenze liegende Naturpark Grebenzen als wunderschönes Wander- und Mountainbikejuwel.
Nachdem ich in solchen Gegenden niemals am Gashahn drehe, werde ich auch von einigen Wanderern und Radlern nicht als störend empfunden und gegrüßt. Wäre schön, wenn das alle Bikerkollegen ähnlich handhaben würden!
Weiter geht´s nach Judenburg (im Innenstadtverkehr dort muss man mehr aufpassen als auf der kurvigsten Landstraße, Blinken tut sowieso keiner mehr), über´s Gaberl (auch sehr wenig los) und dann – einem inneren Gefühl folgend – über Bärnbach, Geistthal, Stübing Richtung Semriach. Schon hier werden mir Live-Verkehrsdaten via Garmin-App geliefert – Verzögerung 25 Minuten? Wie kann das sein? Da fällt mir ein – Business-Marathon in Graz, Sperre der Glacisstraße. Also fahre ich weiter meinen Super-Schleichweg über Steingraben, Stattegg, Rosenhain und komme ohne gröbere Verzögerungen in die stadtauswärts KOMPLETT verstopfte Heinrichstraße und kann mich wieder einmal nur wundern.

Wundern, wie man als Verkehrs- und Veranstaltungsplaner in der Zeit des Schulanfangs, der Euroskills, des europaweiten Auto-Frei-Tags und der gleichzeitigen Sperre von Münzgrabenstraße (super Baustellenplanung!) und B67/Flughafenstraße mehrstunden- oder tageweise Veranstaltungen (Sperre vom Opernring für den Autofrei-Tag, Sperre der Glacisstraße für den Business-Marathon!) zulassen kann, die zum kompletten Erliegen des innerstädtischen Verkehrs führen. Es ist ja nicht so, dass nicht nur die Öffis nimmer weiterkommen, auch die Rettung hat da schon Probleme…
Hut ab, vielleicht schenkt jemand mal dem Team einen großen Wandkalender und ein bißchen Hausverstand!

Start: 9.7.2021 11:45 Ende: 13.7.2021 15:21 Kilometer: 1.644 Fahrzeit: 29:14 Höhe max.: 2.790 m Ø Höhe: 1.037 m Höhenmeter bergauf: 34.985 Durchschnittsgeschwindigkeit: 56 km/h Mechanische Arbeit bergauf bei ~380 kg Gesamtgewicht: 130.418 kJoule

Start um 11:45 in Graz, kurzer Regenschauer vor Bruck (es lebe das Goretex-3-Lagen-Laminat!), Treffen um 13:00 in Leoben. Nach kurzer Fahrt auf der Bundesstraße zweigen wir Richtung St. Lamprecht ab und genießen die Fahrt durch´s schöne Laßnitz- und Metnitztal. Bei Glödnitz zweigen wir rechts ab und kürzen die Strecke nach Deutsch-Griffen bzw. zum Hochrindl auf Schotter über den Meisenberg ab. Am Hochrindl erste kurze Pause und ein Foto zum Einstimmen 😉

Danach geht´s zügig weiter zur Nockalmstraße, zur Sicherheit wird eine Jahreskarte gelöst – die 52 Kehren (kärntnerisch „Reidn“) werden wir heuer sicher noch öfter fahren. Kurze Pause bei der Glockenhütte, die „Wunschglocke“ muss auch geläutet werden und wir wünschen uns eine lustige und unfallfreie Reise:

Weiter geht´s über Innerkrems und die Bundschuher Landstraße Richtung St. Michael im Lungau, kurz aufgetankt und dann über die relativ fade Oberauern-Strecke nach Radstadt und Eben im Pongau. Dort beginnt das nächste fahrtechnische Highlight, die Strecke Hüttau-Bischofshofen und Bischofshofen-Mühlbach. In Mühlbach beziehen wir Quartier in der auf der Nockalm via Bookingcom ausgewählten Unterkunft „Gästehaus Fellner“. Die Besitzerin erwartet uns schon und wir beziehen gemütliche Zimmer, die Mopeds stehen gut geschützt auf dem überdachten Hausparkplatz.
Abendessen gibt´s im mittelmäßig guten Hotel Alpenrose 5 Gehminuten vom Gästehaus entfernt. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem Rudel Jugendlicher vorbei, die schon um 1930 gut getankt haben – die bewohnen das Selbstversorgungshaus neben dem Gästehaus Fellner, einziges Manko dieser Unterkunft, für die sie selbst aber nichts können: In der Nacht wecken mich laute Musik und Gegröle aus dem ohnehin reisebedingt leichten Schlaf. Ok, wieder mal Fenster zu und hoffen, dass wenigstens ab 3 Uhr Ruhe einkehrt…
Bei einem Blick aus dem Fenster in die stockfinstere Nacht fällt mir auf, wie viele Sterne man hier in dieser gering lichtverschmutzten Gegend sehen kann – traumhaft! Die Nachtfotografiefähigkeiten des iPhone 12 sind zwar gut, aber leider geben die Bilder nur wenig vom tatsächlich Gesehen wider:

Zeitig in der Früh, also um 6 Uhr, beginnt auch hier das am Land übliche Kirchengebimmel…egal, wir müssen ohnehin bald weiter. Nach dem Frühstück inkl. Vortrag der Wirtin über die immer wieder mal lästigen Selbstversorgergäste im Nebenhaus (wir sind anscheinend nicht die einzigen, deren Nachtruhe gestört wurde) erwartet uns ein strahlend blauer Himmel und das herrliche Panorama des Hochkönigs:

In Dienten zweigen wir Richtung Süden ab und erreichen die Pinzgauer Bundesstraße über das fahrtechnisch lustige Dientenbachtal. Nach ein paar öden Kilometern geht´s in Bruck an der Glocknerstraße links ab zum nächsten Highlight – dem Großglockner! Bereits kurz nach 9 sind schon recht viele Motorrad- und Radfahrer unterwegs, der Verkehr hält sich aber noch in Grenzen. Nur die Maut ist mit 27,50 Euro recht happig – aber was soll´s, man hätte sich ja informieren können, daß man die Vorverkaufskarte beim ÖAMTC um 24,00 Euro erhält!
Die Glocknerstraße und speziell das Kopfsteinpflaster auf die Edelweißspitze sind eine gute Vorbereitung auf die Pässe in Südtirol 😉 also lassen wir uns nicht lumpen und üben gleich das zügige Vorwärtskommen…Gipfelsieg kurz nach 10 Uhr! Nach kurzer Pause geht´s auch gleich weiter zur Franz Josefs-Höhe, wo uns die kärglichen Reste eines einst beindruckenden Gletschers erwarten 🙁
Nach dem Genuß der Höhenluft und der angenehmen Temperaturen auf 2.572 und 2.369 m geht´s zügig weiter Richtung Winklern und Lienz, dort empfangen uns viel Samstagsverkehr und ca. 32°C, die kurze Mittagspause verbringen wir im schattigen Winkerl einer Imbissbude beim Lienzer Bahnhof – Cola & Würstel stehen am Programm. Wir sind richtig froh, bald weiterfahren zu können – jetzt geht´s auf die Pustertaler Höhenstraße!

Nach dem Auf und Ab (oder auch kalt-warm) der Höhenstraße queren wir das Pustertal zwischen Abfaltersbach und Tassenbach und genießen bald wieder kühlere Temperaturen im schönen Lesachtal, wo wir (wieder einmal) in Obertilliach im schönen Hotel/Restaurant Weiler einkehren. Auf der schattigen Terrasse gibt es Kaffee und Kuchen, diesmal keine Schlipfkrapen – die sind aber auch sehr zu empfehlen! Der weitere Weg nach Kötschach-Mauthen erweist sich als recht zäh, einerseits wegen der häufigen Engstellen und andererseits wegen der teilweise ziemlich schlechten Straßenverhältnisse. Wunderschön isses aber trotzdem, das Lesachtal!
In Mauthen wird noch kurz getankt, dann trennen sich unsere Wege für einige Kilometer – ich nehme den Plöckenpass, Hannes fährt mit Silvia über die Straninger Alm und den Forcella di Lius. Treffpunkt in Arta Terme im Hotel „Alla Fonte“, dort wird auch gleich zu Abend gegessen. Die Zimmer sind (Hauptsaison!) nicht gerade günstig, aber im neu erbauten Nebengebäude ebenerdig (Moped parkt direkt vor der Türe, super!) gelegen und top eingerichtet. Was uns hier knapp nach der italienischen Grenze auffällt: Alle tragen Maske, das Personal permanent, die Gäste schon beim Betreten des Hotels und jedesmal, wenn sie vom Tisch aufstehen! Und der Wuselfaktor – der ist um einiges höher als in der Heimat, hier sind alle Kellner im Laufschritt unterwegs!
Hotel Ala Fonte, Arta Terme

Frühmorgens – in Erinnerung habe ich etwa 5 Uhr – beginnt auch in Arta Terme das „heilige“ Gebimmel, als ob es damit etwas zu gewinnen gäbe. Achja, Sonntag.
Noch dazu müssen wir recht früh weiter, denn heute müssen wir – wohl oder übel – bis knapp vor´s Stilfserjoch fahren, das heisst Kilometer machen und viele Pässe zügig überqueren! Also nix mit ausschlafen…
Das Frühstück hier ist typisch italienisch, guter Kaffee aus dem Automaten und herrliche Schoko-Croissants, da kann man fast nicht genug bekommen. Wieder alle Gäste brav mit Maske unterwegs!
Zum Einstimmen auf die weiteren Gipfel erklimmen wir mal den Monte Zoncolan und gedenken der armen Giro d´Italia-Recken, die hier mit dem Rennrad raufstrampeln müssen.
Danach besuchen wir den schiefen Turm von San Canciano Martire und exerzieren den Silly Walk – standesgemäß vor der Mopettn.

Nach dieser kurzen Einlage kündigt sich mit den ersten Tropfen ein „kleiner“ Schauer an, Silvia hüpft diesmal rechtzeitig in´s Regengwandl, Hannes und ich machen einfach die Luken dicht. Nach ein paar Kilometern unentschiedenen Nieselns erwischt uns am Sella die Razzo der volle Wolkenbruch, macht aber nix, hier gibt´s sowieso nicht viel zu sehen. Pilze dürften hier allerdings sprießen…nicht zu wenige!
Nach kurzer Espressopause am Sella Ciampigotto stürzen wir uns die extrem engen und teilweise beinahe übereinander gebauten Kehren hinunter nach Vigo di Cadore, erstaunt über einige mit Rollen-Langlauf-„Skiern“ ausgerüstete Sportler, die hier den Berg hinauf“laufen“. Muss man auch mögen…
Entlang des Lago di Santa Caterina rollen wir durch Auronzo di Cadore, ein (Sonntag!) sehr gut besuchter Ausflugsort – allerdings wissen wir bis heute nicht, weshalb hier so viele Leute (primär im Pensionistenalter) unterwegs sind. Vielleicht wegen der Luft? Egal, es geht weiter Richtung Passo Tre Croci mit Ausblick auf den Monte Cristallo und Cortina d´Ampezzo, das wir zügig durchqueren.
Die Abfahrt vom Passo tre Croci nach Cortina ist übrigens mega holprig, man sollte bei den riesigen Bodenwellen auf die Zuladung (bzw. seinen Sozius) achten, da kann schon mal etwas verloren gehen.
Von Cortina gehts´s weiter Richtung Westen über den Passo di Falzarego nach Arabba, wo wir in der „Bar Ristorante Pizzeria Al Table“ Mittagspause machen – inkl. kleiner Jause, die sich als sehr üppig und geschmackvoll erweist – kein Wunder, dass hier einige Maschinisten mit österreichischer Nummerntafel anzutreffen sind.
Von Arabba auf den Passo Pordoi führt einer der traumhaftesten Streckenabschnitte der ganzen Reise – hier sind auch zahlreiche Radfahrer unterwegs, der Ausblick ist einfach traumhaft.

Vom Passo Pordoi ist es nicht weit bis zum Sellajoch, wo wir mit einem perfekten Ausblick auf den Platt- und Langkofel belohnt werden. Hier merkt man die Nähe zu den touristisch gut besuchten Gebieten im Grödnertal, zahlreiche Radfahrer, Busse und Wanderer bevölkern die Straße.
Durch Wolkenstein und St. Ulrich geht´s aufgrund des starken Ausflugsverkehrs recht zäh dahin, erst auf der Strecke runter nach St. Peter im Tal können wir wieder etwas andrücken. So richtig zäh wird´s dann entlang der Brennerautobahn nach Bozen, das wir dank Navi zügig durchqueren und uns dann wieder etwas Frischluft auf der Strecke nach Meran holen können. Trotzdem ist es auch bei 90 km/h hier ziemlich heiß, kein Wunder dass hier Wein und Obst in Hülle und Fülle blühen und gedeihen – alles ist voller mit Netzen überzogenen Plantagen. Kurz vor Terlan machen wir im Hotel Greifenstein (mit Blick auf die gleichnamige Burg) nochmal halt, hier hat sonst nicht viel offen am Sonntag. Mit Müh und Not ergattern wir einen Schattenplatz, auch wenn die arme Silvia mit einem Platz auf dem Seitenkoffer vorlieb nehmen muss. Hier ist die Welt halt noch in Ordnung und die Männer geben den Ton an! *lol
Nur noch (relativ) wenige Kilometer trennen uns von unserer nächsten Unterkunft in Kortsch bei Schlanders, die wir dank einer lieben Bekannten gefunden haben – Angebot & Reservierung per email waren unproblematisch. Willkommen im Gasthof Hotel Sonne!
Auch hier ist die Begrüßung und der Service sehr freundlich, wir genießen die Ruhe und das hervorragende Abendessen, hier gibt´s auch gutes Bier und sehr gute Weine. Zimmer wiederum ebenerdig (weil der Gasthof in den Hang gebaut ist) – die Mopeds parken direkt davor, man braucht sein Zeug nicht über Stiegen zu schleppen. Nach einem herrlichen Sonnenuntergang über der Ortlergruppe und einem Gläschen Kalterersee genießen wir die Nachtruhe bis – ja, bis wieder mal die Kirchenglocken bimmeln. Um 6 Uhr. *grrrr

Wer auf´s Stilfserjoch will, muss früh los – blöd, wenn es Frühstück erst um 07:30 gibt. Wir sitzen bereits um 07:20 erwartungsvoll im Frühstücksraum, einiges ist schon angerichtet…Kaffee kommt pünktlich um 07:30 dazu. So dauert es nicht lange und wir sind bereits um 08:29 wieder auf der Straße. Vollgetankt wurde bereits am Vortag, also gibt es keine Verzögerung mehr zwischen uns und dem Primärziel unserer Reise – dem legendären Passo di Stelvio. Ich bin den schonmal in umgekehrter Richtung gefahren, 2013 mit meiner treuen Güllepumpe (Honda CX500). Diesmal aber geht´s die engen Spitzkehren rauf, also ist die Aufregung groß – und die Tagesverfassung lässt leider zu wünschen übrig, bei der Ausfahrt der Rechtskehren (die sind schön eng, Oida!) gerate ich einfach immer zu weit in die Fahrbahnmitte…
Reiss di z´sammen, Bua!
Nach kurzer Eingewöhnungsphase (zum Glück wird das Gefühl für die Maschine besser) machen wir kurzen Halt am „Fuß“ des Jochs – immerhin auch schon auf 1.500 Meter.
Tja, und dann geht´s rauf bis auf 2.790 Meter, immer wieder knapp am Abgrund, nix für Menschen mit Höhenangst. Oben ist die Luft schon recht dünn, aber wir genießen die frische Bergluft und den strahlenden Sonnenschein – besser kann man es sich kaum ausmalen!
Nach kurzer Trink- und Fotopause geht´s wieder bergab, Unterbrechungen wegen einiger ampelgeregelter Tunneldurchfahrten inklusive. Und kaum sind wir unten, führt uns der Weg auch schon wieder hinauf – Richtung Passo di Gavia!
Den Gavia hatte ich ganz schlimm in Erinnerung, schlechter Straßenbelag, zahlreiche Engstellen, keine Leitplanken und den Abgrund immer direkt neben der Straße.
Stimmt alles, es ist nach wie vor genau so!
Umso erstaunter bin ich über die Sicherheit, mit der ich mich mittlerweile bei den Fahrten entlang des Abgrunds und auf den schmalen, engen Straßen bewege – jeder Kilometer auf der Maschine hat sich ausgezahlt, das Motto lautet einfach fahren, fahren, fahren…
Nach dem Gavia ist – zumindest bei mir – ein wenig die Luft draussen. Den Passo del Tonale fahren wir schon etwas lieblos, oben auf der Höhe gibt´s eine kurze Pause. Wir wissen, dass wir jetzt wieder Kilometer machen müssen – die Heimreise am Dienstag sollte nicht allzu lange werden. Also Gas geben und möglichst umwegfrei Richtung Heimat! Lange, zähe Kilometer kämpfen wir uns über die Bundesstraßen südlich von Bozen Richtung Osten…eine Hitzeschlacht! St. Michael an der Etsch, Margreid, Neumarkt…die Wein- und Obstplantagen überziehen das ganze Tal, erst auf Höhe Tramin zweigen wir rechts ab und gewinnen etwas an Höhe und damit auch kühlere Temperaturen, herrlich!
Vor dem Passo di Valles, kurz nach Pardatsch, gibt´s eine Routinekontrolle durch die Carabinieri – nach eingehendem Online-Abgleich meiner Papiere auf dem Laptop passt aber alles, mit einem „buon viaggio“ werde ich wieder auf die Straße geschickt. Ob es eventuell doch gscheit war, das EU-Einreiseformular vor dem Trip auszufüllen? 😉
So richtig munter werde ich erst wieder bei der Auffahrt zum Passo di Giao, diese Strecke ist einfach affengeil und der Straßenbelag ist erstklassig. Nach der Überquerung der Hochebene auf ca. 1.600 m geht´s dann wieder runter nach Cortina und wir kehren im Zentrum im Parco Hotel Victoria auf ein Erfrischungsgetränk ein. Eigentlich wollten wir ja in Cortina Unterkunft beziehen, aber nach eingehendem Studium der Optionen und Preise entscheiden wir uns für die Weiterfahrt nach Sillian. Dank Bookingcom finden wir auch schnell eine passende Unterkunft und sind bald wieder auf der Straße Richtung Heimat. Diese Straße vorbei am Monte Cristallo und dem Naturpark Drei Zinnen ist übrigens in hervorragendem Zustand und erlaubt ein sehr zügiges Vorankommen.
Der Grenzübergang nach Österreich fällt uns beinahe garnicht auf, so wenig ist hier los – Kontrollen gibt es keine. Im Hotel Bergland in Sillian werden wir wieder herzlich empfangen, leider gibt´s hier nur Kaiser-Bier – also müssen wir rasch zum nahegelegenen Gasthof Sillianer Wirt, dort erwartet uns Gösser und ein vorzügliches Abendessen!

Endlich mal ein bisserl länger schlafen, heute haben wir´s nicht mehr eilig – den ursprünglichen Plan, wieder über die Nockalm zurückzufahren, haben wir bald verworfen…dazu müssten wir relativ weit und über fade Verbindungsstraßen nach Norden. Also kürzen wir über´s Pustertal ab, treffen uns in Lienz mit einem Freund auf einen Espresso, befahren den Iselsberg nach Norden und gleiten über´s Mölltal, entlang des Millstättersees und oberhalb der Gerlitzen vorbei über eine sehr angenehme Strecke nach Klein-Glödnitz in´s Gurktal, wo wir in Straßburg noch eine kurze Jausenpause einlegen. Die weitere übliche Strecke über Guttaring, das Klippitztörl und die Pack sind nicht mehr dramatisch, aber doch nette Draufgaben. So kommen wir nach entspannter Fahrt etwas müde aber sehr glücklich und wohlbehalten wieder daheim an – es hat sich ausgezahlt!
Meine erste Adventure-Tour mit der Africa Twin (Schalter, Bj 2016)…wochenlange Vorfreude sowei eine gehörige Portion Reisefieber hielten mich auf Trab. Was muss alles gekauft/montiert/probiert, eingepackt und vorbereitet werden? Zusätzliche Infos kamen permanent über unsere für diese Tour gegründete Whatsapp-Gruppe rein, immerhin 2 der 5 Teilnehmer waren schon ein- oder mehrmals mit dem Motorrad am Balkan unterwegs gewesen. Aus den Erzählungen und ein paar Fotos/Videos schloss ich, dass wir hauptsächlich am „sicheren“ Asphalt bleiben und bei Gelegenheit ein paar recht gemütliche, jedoch nicht zu fordernde Abstecher auf Schotterpisten machen würden und bepackte meine arme Rocinante mit allem, was ich auf so einer 10-Tages-Tour brauchen könnte. Fallweise.
Ich sollte mich täuschen.
Es sollte auch ungemütlich werden.
Mit einem Gesamtgewicht von mehr als 400 kg sollte man, wenn schon, eine gehörige Portion Mut und vor allem fahrerisches Offroad-Können aus dem Hut zaubern können, wenn´s notwendig wird. Das Offroad-Können war nicht ganz so ausgeprägt wie erhofft, und der Mut ließ nach den ersten beiden „Ausrutschern“ stark nach, aber dennoch kehrten wir heil und um viele Eindrücke und Erfahrungen reicher wieder nach Hause zurück – und ein leicht verbogener Lenker(bock), ein etwas verzogener Kofferhalter und ein paar Schrammen am rechten Seitenkoffer ärgern, tun aber nicht wirklich weh.

Nach einer vor Aufregung ziemlich schlaflosen Nacht beginnt der Tag gut – das Wetter passt, es ist nicht zu warm und nach und nach wird meine Rocinante mit all dem Zeug beladen, das fein säuberlich vorbereitet wurde. Beim Aufsteigen muss ich allerdings feststellen, dass alleine das Aufrichten des Gefährts vom Seitenständer bereits eine Herausforderung ist – na bravo, das kann ja heiter werden. H. ist bereits die Strecke von Leoben nach Graz gereist um mich abzuholen, und nutzt die Gelegenheit noch für eine Rauchpause. Weiterlesen
Aktuell (September 2016) werden für die lächerliche Streckenlänge von 45 km fertig ausgebauter Autobahn auf der Route von Spielfeld nach Kroatien für eine 7-Tages-Vignette (Kategorie PKW) 15 Euro fällig. Das alleine wäre ja schon frech, allerdings benötigt man für einen einwöchigen Urlaub im Süden bereits 2 Vignetten (oder eine Monatsvignette), was den Preis auf 2 x 15 bzw. 1 x 30 Euro steigert.
Quelle: pers. Erfahrung und ÖAMTC (Zit: Wichtig für Kurzurlauber: Für einen Urlaub von zum Beispiel Samstag bis Samstag sind 2 7-Tages-Vignetten oder eine 1-Monats-Vignette nötig, da der Zeitraum von Samstag bis Samstag bereits 8 Kalendertage misst.)
Würde man das auf die ebenfalls perfekt ausgebaute Autobahnstrecke von der Slowenisch-Kroatischen Grenze bis z.B. Zadar umlegen käme man bei Hin- und Rückreise auf etwa 212 Euro Maut!
Schon alleine deswegen (also aus Prinzip) und weil die slowenische Regierung bereits seit Jahren den nur 24 km langen Lückenschluss zwischen dem Autobahnende Draženci und dem Grenzübergang Gruškovje „verschleppt“ (derzeit wird allerdings gebaut) haben wir bei unserer letzten Urlaubsreise beschlossen, bei dieser Abzocke nicht mehr mitzumachen und den längeren, aber durchaus gemütlichen und landschaftlich weitaus schöneren Umweg über Mureck in der Steiermark und Ptuj (Pettau, die älteste Stadtgemeinde in Slowenien und die älteste Stadt des ehemaligen Herzogtums Steiermark) zu wählen. Diese Route vor allem deshalb, weil im Netz diverse Berichte über „Mautfallen“ bei der Route durch Marburg existieren, so soll zB bei einem Kreisverkehr kurz vor Marburg, auf den man fast unweigerlich kurz auffahren muss, bereits Mautpflicht herrschen.
Stolperfallen lauern auf dieser Route eigentlich keine, vor allem wenn man mit einem korrekt programmierten Navi (oder Google Maps) unterwegs ist. Man wählt (natürlich mit der Routenoption „Autobahn“ oder „Mautpflichtige Straßen“ vermeiden) einfach Mureck als Ausgangspunkt und eine der kleinen Ortschaften entlang der Hauptverkehrsroute vor dem Grenzübergang (z.B. Podlehnik) als Ziel. In diesem Bereich ist es derzeit allerdings aufgrund der Straßenbauarbeiten etwas kompliziert, auf die Bundesstraße E59 aufzufahren – da sollte man sich kurz vor der Abreise noch auf Google Maps orientieren, ich bin mir nämlich nicht sicher ob bei der Auffahrt auf der neuen Verbindungsstraße Nr. 2 zwischen Ptuj und der E59 nicht bereits (oder demnächst) Vignettenpflicht herrscht. Im Zweifel nach der Drau-Überquerung in Ptuj einfach links abbiegen und auf der „alten“ Bundesstraße Richtung Süden fahren. Ich habe unsere gefahrene Route HIER verlinkt.



navigation device: zumo660 (current firmware)
map: city navigator europe 2017.1

Nachdem ich gestern nach über einem Monat Wartezeit (das Vorführmodell, das ich erstanden habe, durfte lt. Vertrag mit Honda Österreich erst Ende Juni „freigegeben“ werden) endlich meine Africa Twin übernommen hatte, konnte ich es kaum mehr erwarten, sie einmal im „Gelände“ zu testen. Alle Profitester sind ja voll des Lobes bezüglich Handling, Fahrwerk und Offroad-Enduro-Tauglichkeit. Gesagt-getan, ich wählte für die Anreise – quasi zum Aufwärmen – einen kleinen Umweg über den Plesch und dann von Süden die Route auf den Silberberg bei Übelbach, wo ein Freund ein kleines Bauernhaus als Wochenendhaus gepachtet hat. Der Weg dorthin führt über mehrere Kilometer Schotterpiste, die letzten paar hundert Meter über einen wirklich sehr holprigen Schotter-Felsen-Gras-Forstweg. Mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch (einige Tausend Euro dort einfach den Hang hinunterzukippen ist wirklich keine erstrebenswerte Option) nahm ich den Weg in Angriff – und stellte fest, dass Geschwindigkeit tatsächlich stabilisiert. Man muss sich einfach ein Herz nehmen und und nur nicht zu langsam werden, dann klappt´s auch offroad. Das Fahrwerk ist wirklich ein Traum, Unebenheiten werden hervorragend geschluckt und im Vergleich zur Rumpelei im Auto auf derselben Strecke ist das Fahren mit der AT dort fast „entspannend“. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie sich das erst mit echten Geländereifen anfühlen muss!
Meine Begeisterung war so groß, dass ich danach gleich noch den Rechberg, die Sommeralm und den Breitenauer Graben „bezwingen“ mußte, um schlußendlich noch auf der Autobahn zurück nach Graz ein wenig Tempo zu machen – Fahrstrecke insgesamt 182 km mit 3975 hm bei durchschnittlich 47,5 km/h und 3h16 Fahrzeit.
Nicht schlecht für den Anfang!
Nur die lt. Norm angegebenen 4,xx Liter/100km werde ich wahrscheinlich nicht schaffen. Derzeit steht die Durchschnittsverbrauchsanzeige auf 5,0 – ok, bei DER Leistung (95 PS/97 Nm) auch nicht so schlecht.
Nachfolgend die heutige Route und ein paar Impressionen von den Ausfahrten gestern und heute.
Victory in Plenzengreith!
Beinahe schon komplett überwuchert - die Schöck"e"l-Nordlift-Talstation
Montage meiner Touratech-Halterung für das Garmin-Navi
Heisses Eisen bei kühler Brise auf der Sommeralm
Cloudy sunset over Graz
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Motorrad: Honda CX500 Bj. 1980 / ca. 60.000 km
(+ BMW1200GS + Ducati Scrambler)
Wir trafen uns am Freitag um 0900 zur Abfahrt Nähe Flughafen Thalerhof und beschlossen, in Anbetracht der Etappenlänge den ersten Teil der Reise via Pack-Autobahn A2 bis nach Wolfsberg schnell hinter uns zu bringen. Tief hingen die Wolken über der Pack und in jedem Tunnel freute ich mich über die etwas wärmere Luft – auf die Innenjacke hatte ich vorsorglicherweise verzichtet. Auf der Kärnter Seite war es etwas freundlicher, aber bis zur Abfahrt Wolfsberg Ost blieb es (bei Autobahngeschwindigkeit, also ca. 110 km/h) sehr kühl. Wie üblich hatten meine beiden Reisefreunde mit ihren stärkeren Maschinen auf der Autobahn bereits einen Vorsprung bei der Ausfahrt Wolfsberg, den ich aber bis Eisenkappl (vereinbarter Treffpunkt) durch meine Garmin nüvi 660-unterstützten Navigationskünste wieder mehr als wettmachen konnte – sie hatten sich nämlich beim Klopeinersee verfahren.
Nach einem Tank- und Cappuccino-Stop in der „Stamm“tankstelle in Eisenkappl nahmen wir bei Sonnenschein den Seebergsattel in Angriff, der ist jedesmal ein Erlebnis – die Strecke ist auf der österreichischen Seite ein absolutes Motorrad-Highlight. Wie auch schon bei der ersten Befahrung ein Monat zuvor waren kaum Fahrzeuge unterwegs und bis zum Fototermin auf der anderen Seite waren wir komplett alleine auf der Strecke.
Nach Kranj ging´s nun zügig weiter, die Strecke ist wunderbar und lädt zum „heizen“ ein – soweit es die behäbige Honda CX500 zulässt. Schon grundsätzlich nicht sehr wendig, ist sie mit Reisezuladung (Topcase, Tankrucksack, ich) noch etwas behäbiger, aber die ~350 kg Gesamtgewicht bei 55 PS Maximalleistung lassen sich dennoch recht hurtig durch die Gegend treiben.
Durch Kranj hindurch bis nach Skofia Loka ist die Strecke langweilig, erst Richtung Gorenja vas wird´s wieder interessanter. Hier im Ort stellte ich mein Navi auf den über-übernächsten Wegpunkt „Logatec“, was sich als Fehler herausstellen sollte. Verlässlich führte uns das nüvi 660 (trotz Einstellung „kürzere Zeit“) nach Lucine quer durch die Pampa hinauf in´s waldreiche Bergland, jeden Augenblick erwarteten wir das Erscheinen von Wölfen oder Bären.
Kurz nach knapp (also nach der Gostilna Hribernik Anica s.p. in SMREČJE 48) erwischten wir auch noch eine schlecht angezeigte Gabelung falsch und fuhren Richtung Nordwest nach Ziri – quasi zurück. Dort gab es zwar ein nettes Café mit guten Marmeladenkipferln, aber anhand der Blicke der Einheimischen konnten wir erkennen, das hier nicht oft österreichische Touristen auf Motorrädern durchkommen.
Von Ziri Richtung Logatec führt die Strasse kurvenreich durch ein Tal, der schöne Landschaftseindruck wurde nur durch eine singuläre Regenwolke getrübt, die sich exakt über uns entlud – kurz feucht macht nichts, aber eine regennasse, kurvenreiche Strasse ist äusserst unerfreulich.
Erkenntnis des speziellen Streckenabschnitts zur Vermeidung der Durchfahrt durch Ljubljana: Nach Gorenja vas auf der Bundesstrasse 407 Richtung Vrzednec/Horjul bleiben und erst dort Richtung Logatec abbiegen. Alles in allem hat uns dieser interessante „Umweg“ sicher einen Zeitverlust von einer Stunde beschert.
Mehr als entschädigt wurden wir nach Logatec und Kalce allerdings durch die sensationelle (Motorrad-)strecke durch die Gegend um Planina – ein wunderschönes Gebiet und herrliche Kurven, bis nach Postojna.
Durch Adelsberg bzw. Postojna ging´s dann recht flott immer wieder die Autobahn A1 kreuzend weiter Richtung Koper/Triest, wo der nächste Fototermin stattfand:


Nach kurzem Stop verabschiedeten wir uns wieder vom Meerblick und fuhren weiter Richtung Buzet/Motovun – eine wunderschöne, breit ausgebaute Strecke mit Ausblick auf die schroffen Felsen des Karstgebiets. Langsam riecht´s auch südlich!
Wie aus dem Nichts taucht dann plötzlich der Grenzübergang bei Pozane/Socerga auf, so plötzlich, dass ich (als GPS-Leithammel) beinahe durchgefahren wäre. Ok, Pässe herzeigen, der slowenische Zöllner lässt Nachsicht walten, aber die kroatische Zöllnerin will schon sehen, wer da einreist.
Fotos von Motovun (sicherlich ein oftmals fotografiertes Kleinod), habe ich ausgelassen – vor dem Örtchen auf der kilometerlangen Geraden ist es einfach zu schön, das langsame Näherkommen zu geniessen, und nach dem Örtchen (man sollte unbedingt abzweigen und erst wieder bei Barici/Stuti auf die Haupstrasse zurück) ist die Strecke motorradtechnisch einfach zu aufregend, um in Ruhe stehenbleiben und einen Fotopunkt suchen zu können.
Nach einigen weiteren Kilometern Richtung Süden gelangten wir dann endlich an den Limski Fjord (wie schon in der Erinnerung vom letzten Besuch 1981 total verwachsen, es gibt kaum Aussichtspunkte) und nach der Abzweigung bei Brajkovici endlich nach Rovinj. Interessanterweise taucht erst hier zum ersten Mal ein Ortsschild mit „Rovinj“ auf – reichlich spät für einen derartig beliebten Urlaubsort, finde ich.
Ein paar Impressionen:
Reisedaten
Verstrichene Zeit: 8:21
Zeit in Fahrt: 6:20
Pausenzeit: 2:01
Durchschnittsgeschwindigkeit: 65,6 km/h (max. 139 km/h)
Aufstieg: 5151 m / Max. Höhe: 1209 m / Abstieg 5466 mDistanz: 416 km
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