Neues Lieblingsmesser: CRKT Ikoma “Fossil” (Plain Blade Folder)

Unlängst stolperte ich beim Surfen auf der Böker-Homepage über ein Messer in sehr interessantem Look – das “Fossil” vom Designer Flavio Ikoma, gefertigt von CRKT (Columbia River Knife and Tool). Neugierig geworden bestellte ich es mir gleich beim “grossen Versandhaus” und wenige Tage später hielt ich das wild aussehende Teil in der Hand. Mittlerweile (und nachdem ich der Klinge einen neuen, feineren Schliff verpasst habe) gefällt es mir immer besser, es liegt extrem gut in der Hand und hat genau die richtige Größe für viele Aufgaben. Einziges Manko: Steckt es mit dem Clip gesichert in der Hosentasche ist es recht unangenehm, die Hand einzustecken – die Oberfläche des Griffmaterials ist doch recht rau.

CRKT Ikoma "Fossil"

Alten Diascanner wiederbeleben – CanoScan FS-4000US unter Windows 10

Ungefähr Anfang 2003 habe ich mir einen echten Diascanner gekauft – den CANON FS-4000US, mit USB (v1.1) und SCSI-Anschlüssen. Damals war eine SCSI-Karte im PC noch weitverbreitet, der Anschluss darüber klappte gut und die Geschwindigkeit war besser als via USB. Um das Scan-Ergebnis zu verbessern kaufte ich dann auch noch die professionelle Silverfast-Scansoftware Ai 6 inkl. der IT-8 Kalibrierungs-Target dazu – alles in allem ein recht umfangreiches Gesamtpaket zu einem nicht unerheblichen Preis. Nachteil des Scanners von Anfang an: Er ist recht langsam, und wenn man die hardwaremässige Infarot-Stauberkennung nutzt, doppelt so langsam (die funktioniert zudem bei schwarzweiss-Negativfilmen aufgrund des Silbergehalts nicht bzw. nahezu nicht).
HIER wird der Scanner ausführlicher vorgestellt.

Einige Jahre später (2008) kaufte ich mir dann den EPSON V750PRO Flachbettscanner mit Durchlicht- und Nass-Scaneinheit – vor allem in Beziehung auf die Geschwindigkeit und natürlich Scangrösse ein Quantensprung. Mit der grossen Durchlichteinheit konnte ich auch problemlos Mittelformat- (bzw. 6×7 cm) und Grossformat (4×5″)-Filme einscannen. Die Investition in die Nass-Scan-Platte inkl. entsprechender Flüssigkeiten und Klebebändern entpuppte sich allerdings als Schuss in den Ofen, denn es ist nunmal sehr schwer, Negative oder Dias auf einer planen Oberfläche blasenfrei zu befestigen – nicht umsonst sind die absoluten Spitzenklassenscanner Trommelscanner (oder der Film wird, wie beim Hasselblad Flextight, durch eine patentierte, glaslose Führung gekrümmt).

Die Qualität des Epson überzeugte mich weitestgehend, alleine die Schärfe (speziell beim Scannen von Kleinbildfilmen) liess immer zu wünschen übrig – der Canon-Scanner zeigte auch das Filmkorn, das war beim Epson quasi nicht möglich.

So entschied ich mich nach Jahren, in denen der Canon im Regal beinahe verstaubte, diesen wieder in Betrieb zu nehmen und mich bei einem direkten Vergleich zu überzeugen. Problem: Mein PC läuft inzwischen unter Windows 10/64bit, die letzte Treiberversionen für den Canon FS4000-US datieren aus dem Jahre 2003 und es gibt überhaupt nur einen Treiber für Vista (ein schrecklicher Ausrutscher von M$, übrigens – ähnlich wie Windows ME) und der nur für 32 Bit. Was also tun?

Ich entschied mich für eine VMware-XP-Box, die auch hurtig aufgesetzt war, und sobald das System lief, versuchte ich auch den am USB-Port korrekt erkannten Canon-Scanner an die VMWare-Maschine “anzuhängen” – klappte auch zuerst, allerdings erkannte das (neu aufgesetzte!) Windows XP den Scanner in der virtuellen Maschine nicht. Nach kurzer Zeit gab es sogar eine VMWare-Fehlermeldung und der Scanner “verschwand” wieder aus der virtuellen Maschine.

Intensive Recherche im Netz förderte einige Minuten (also, eigentlich viele) später einen Lösungsvorschlag zutage: VMWare komplett deinstallieren, neu installieren, nochmal probieren. Etwas skeptisch versuchte ich es damit, und siehe da – plötzlich wurde der an die virtuelle Maschine übertragene Scanner korrekt erkannt und ich konnte auch den (alten) Treiber korrekt installieren. Jetzt noch flott die Silverfast-Software drauf und eine alte Photoshop-Version hinzufügen, fertig ist die “Rettungsinsel” für den Canon FS-4000US!

Nach einigen Testscans kann ich sagen, dass das ganze System recht stabil läuft – die gescannten Dateien kann ich via “Shared Folders” oder Netzwerk an den HOST übertragen und dort mit modernsten Mitteln nachbearbeiten. Aus Geschwindigkeitsgründen ist die virtuelle XP-Maschine natürlich auf einer SSD-installiert – alles in allem belegt sie dort ca. 14 GB.

Welches der beiden Scan-Ergebnisse mir nun besser gefällt kann ich noch nicht sagen – ich habe versucht, mit beiden Systemen (sowohl Epson als auch Canon werden von Silverfast Ai mit entsprechenden “NegaFix”-Einstellungen, welche die Eigenheiten nahezu aller erhältlicher Negativ-Filme korrigieren können, angesteuert) unter etwa gleichen Bedingungen zu scannen, ein Vergleich ist hier möglich (links der Canon, rechts der Epson):

Scanergebnis-Vergleich Epson-Canon

Links zu den Fotos in Originalgrösse: CANON / EPSON

Ein paar Beispiele von der letzten Scan-Session: