windows.old Ordner verschoben – Startmenü fast leer

Heute wollte ich, um Speicherplatz auf C: freizumachen, den nach dem Update auf Windows 10 1909 entstandenen „windows.old“-Ordner auf eine andere Platte verschieben. Nachdem das erledigt war fiel mir auf, dass in meinem Startmenü nur mehr einige wenige Standard-Systemprogrammverknüpfungen existierten – die verschwundenen Symbole hatten zwar noch ihren Platz, der war aber schwarz und leer.

Ein zurückverschieben des windows.old-Ordners half nichts, die Symbole tauchten nicht mehr auf. Da ich sehr viele Programme installiert habe und nicht für alle händisch eine Verknüpfung erstellen wollte suchte ich einige Zeit im Netz, ohne wirklich fündig zu werden -anscheinend passiert das nicht so oft.

In einem Artikel wurde allerdings der Order “ %AppData%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs“ erwähnt, der bei mir allerdings nur mehr Verknüpfungen zu den oben erwähnten Standardprogrammen und zu einigen wenigen anderen (die nur im Menü von meinem eigenen Benutzer aufscheinen) enthielt.

Im Ordner „c:\Windows.old\Users\All Users\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\“ fand ich nach kurzer Suche allerdings die Programmverknüpfungen zu allen installierten Programmen wieder!
Diese kopierte ich einfach in den korrespondierenden Ordner der aktiven Windows-Installation (also „c:\Users\All Users\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\“) – und siehe da, nach kurzer Zeit tauchten alle „verlorenen“ Verknüpfungen im Startmenü wieder auf!

Balkan Adventure Tour 2018 (BAT 2018)

Meine erste Adventure-Tour mit der Africa Twin (Schalter, Bj 2016)…wochenlange Vorfreude sowei eine gehörige Portion Reisefieber hielten mich auf Trab. Was muss alles gekauft/montiert/probiert, eingepackt und vorbereitet werden? Zusätzliche Infos kamen permanent über unsere für diese Tour gegründete Whatsapp-Gruppe rein, immerhin 2 der 5 Teilnehmer waren schon ein- oder mehrmals mit dem Motorrad am Balkan unterwegs gewesen. Aus den Erzählungen und ein paar Fotos/Videos schloss ich, dass wir hauptsächlich am „sicheren“ Asphalt bleiben  und bei Gelegenheit ein paar recht gemütliche, jedoch nicht zu fordernde Abstecher auf Schotterpisten machen würden und bepackte meine arme Rocinante mit allem, was ich auf so einer 10-Tages-Tour brauchen könnte. Fallweise.
Ich sollte mich täuschen.
Es sollte auch ungemütlich werden.
Mit einem Gesamtgewicht von mehr als 400 kg sollte man, wenn schon, eine gehörige Portion Mut und vor allem fahrerisches Offroad-Können aus dem Hut zaubern können, wenn´s notwendig wird. Das Offroad-Können war nicht ganz so ausgeprägt wie erhofft, und der Mut ließ nach den ersten beiden „Ausrutschern“ stark nach, aber dennoch kehrten wir heil und um viele Eindrücke und Erfahrungen reicher wieder nach Hause zurück – und ein leicht verbogener Lenker(bock), ein etwas verzogener Kofferhalter und ein paar Schrammen am rechten Seitenkoffer ärgern, tun aber nicht wirklich weh.

Tag 1 – Wien/Graz-Mureck-Ptui-Karlobag
6.6.2018

Nach einer vor Aufregung ziemlich schlaflosen Nacht beginnt der Tag gut – das Wetter passt, es ist nicht zu warm und nach und nach wird meine Rocinante mit all dem Zeug beladen, das fein säuberlich vorbereitet wurde. Beim Aufsteigen muss ich allerdings feststellen, dass alleine das Aufrichten des Gefährts vom Seitenständer bereits eine Herausforderung ist – na bravo, das kann ja heiter werden. H. ist bereits die Strecke von Leoben nach Graz gereist um mich abzuholen, und nutzt die Gelegenheit noch für eine Rauchpause. „Balkan Adventure Tour 2018 (BAT 2018)“ weiterlesen

Bitnami WordPress-Installation auf neuen Server umsiedeln

Da es keine direkte Option gibt, eine virtualisierte Bitnami-Wordpress-Stack-Installation in ihrer Gesamtheit auf den aktuellen Sicherheitsstand (PHP7 etc.) zu bringen, entschied ich mich für die umständlichere Methode, die aber im Endeffekt gar nicht so umständlich war wie gedacht.
Mein Problem war nämlich, dass ich ursprünglich testweise die WordPress-Multisite-Installation gewählt hatte, um mehrere Domains getrennt verwalten zu können. Für einen Komplett-Transfer einer WordPress-Installation auf einen neuen Server gibt es ja das „All-in-One WP Migration“-Tool, welches aber für Multisite-Installationen US $199 kostet – eindeutig zu viel für ein Hobby-Projekt.

Also probierte ich einfach folgendes: Ich lud das aktuellste Bitnami-Image für virtualisierte Umgebungen und führte die Grundinstallation durch. Dann exportierte ich meinen kompletten Datenbestand (Posts inkl. Bilder etc.) der aktiven Installation über das WP-eigene Tool in einen Ordner und importiere diese XML-Datei inkl. der Bilder in die neue Installation. Hier gab´s natürlich einige Fehlermeldungen, besonders die noch nicht installierten Plugins betreffend. Nach der Installation dieser Plugins führte ich den Import einfach noch einmal durch, diesmal klappte es nahezu fehlerfrei.

Danach musste ich nur noch die IP-Adressen tauschen, die Konfiguration der neuen Installation fertigstellten und siehe da – nach einigen Stunden Zeitaufwand war die ganze Sache erledigt, meine Daten wieder online und alle Programmpakete (sowohl Linux als auch WordPress) am aktuellsten Stand.

Windows 10 Installation umsiedeln

Eine ursprünglich zusätzlich auf einer zweiten Festplatte installierte Windows-Installation samt Bootpartition auf eine neue Festplatte verschieben

Folgendes Ausgangszenario gab es auf meiner Workstation:

Nachdem ich von einer sehr individuellen Windows 7-Installation (es war zB das komplette Benutzerverzeichnis mittels Registry-Modifikation auf einer zweiten Festplatte verschoben worden) auf Windows 10 upgegraded hatte, dieses solche Spezialkonfiguration jedoch ab einem gewissen Patch-Level nicht mehr unterstützt, blieb mir nichts anderes übrig, also Windows 10 komplett neu zu installieren. Die Installation erfolgte (natürlich auch um im Notfall weiterhin mit der alten Version arbeiten zu können) parallel zur vorhandenen auf einer neuen Fesplatte, somit gab es zwei Einträge im Bootmenü: Windows 10 alt und Windows 10 neu.

Nach einiger Zeit des problemlosen Betriebs der neuen Installation löschte ich die Festplatte mit der ursprünglichen Version und verwendete sie für andere Daten. Ein Problem entstand jedoch dadurch: Die Systempartition, welche von Windows automatisch angelegt wird und die normalerweise nicht sichtbar ist, befand sich immer noch auf dieser „alten“ Fesplatte. Sollte diese defekt werden oder anderweitig eingesetzt werden, würde mein System nicht mehr starten.

Nach einigen Überlegungen (und Studium diverser Online-Tutorials), wie man diese Misere am besten und zufriedenstellendsten lösen könne, entschloss ich mich, die notwendigen Partitionen auf eine dritte, neue Festplatte zu klonen und danach die Booteinträge zu korrigieren, damit das ganze System wieder von einer einzigen Festplatte aus startbar wäre.

So der Plan.

Automatisierte System-Klon-Programme (wie zB das sonst recht brauchbare Samsung Data Migration) würden von vornherein scheitern, da sie mit einer solchen Konfiguration überfordert sind. Also verwendete ich ein anderes Tool, wie zB den „EaseUS Partition Manager“ (auch der auf der c´t NotWin enthaltene „Minitool Partition Wizard“ funktioniert), um die Partitionen einzeln auf die neue Festplatte zu klonen.

Kann dauern.

Nachdem nun endlich beide Partitions geklont waren, startete Windows allerdings noch nicht. Kein Wunder, verwies doch der Bootmanagereintrag noch immer noch auf eine Platte bzw. Partition, die jedoch nicht mehr vorhanden war (die beiden alten Systemplatten hatte ich nach dem Klonen sicherheitshalber abgesteckt). Weder Reparaturversuche mit der Windows Start-CD noch mit der c´t NotWin halfen, obwohl sogar der Befehl bootrec /scanos die vorhandene Windows-Installation auf der zweiten Partition der neuen Festplatte erkannte! Der nachfolgende Befehl bootrec /rebuildbcd, der die erkannte Windows-Installation in den Bootmanager integrieren sollte, scheiterte jedoch mit der erstaunlichen Fehlermeldung „device not present“.

Nach zig gescheiterten Boot- und Reparaturversuchen hatte ich dann doch noch Erfolg – mit der manuellen Methode. Da die Reparaturroutinen von Windows 10 so „schlau“ sind, die einzige Windows 10-Installation auf der einzigen vorhandenen Systemfestplatte nicht in den eigenen Bootmanager integrieren zu können, muss man mit dem Befehl

bcdboot C:\WINDOWS /s C: /f ALL

nachhelfen, dann startet Windows wieder normal!

Ergänzung: In meinem Fall lag die gesuchte Windows-Installation auf der Festplatte mit dem Buchstaben F:, somit würde der obige Befehl so aussehen: bcdboot F:\WINDOWS /s F: /f ALL

Der /f Parameter gibt die Bios-Variante an, kann also BIOS oder UEFI sein – oder am einfachsten ALL, hat bei mir trotz UEFI-Einstellung geklappt.

Dropbox-Ordner auf Wechseldatenträger installieren/verschieben

Dropbox lässt ja nicht zu, den Datenordner auf einem Wechseldatenträgerlaufwerk anzulegen oder auf einen zu verschieben – keine Ahnung warum. Das wäre allerdings bei Netbooks oder „Convertibles“ wie dem Lenovo Yoga Book mit nur 64 GB RAM sehr interessant, denn in den Micro-SD-Slot passen ja auch Karten mit mittlerweile 265 GB oder mehr. Was tun?

Ich habe der xSD-Karte einfach in der Datenträgerverwaltung (zusätzlich zum üblichen Laufwerksbuchstaben) eine Verknüpfung in einem leeren Ordner hinzugefügt (also zB auf C:\SD-CARD), was man gleich komfortabel im „Durchsuchen“-Dialog erledigen kann.

Den Dropbox-Datenordner kann man dann einfach in diesen Ordner verschieben bzw. dort anlegen – klappt perfekt!
Die eigentlichen Daten befinden sich dann im Unterordner „Dropbox“ auf der xSD-Karte und können dort auch bearbeitet oder aktualisiert werden, Dropbox bekommt von dieser „Umleitung“ anscheinend nichts mit.

 

Verschlüsselungs-Trojanern ein Schnippchen schlagen

Gegen die grassierende Seuche der Verschlüsselungs-Trojaner („Ransomware“) gibt es nur wenige Gegenmittel – abgesehen von extremer Zurückhaltung beim „Klicken“ im Internet und beim Öffnen von Mails (bzw. Attachements) hilft eigentlich nur die alte Weisheit:
„Safe early, safe often“.

Da es diese Schädlinge hauptsächlich auf Dateien abgesehen haben, die dem Benutzer lieb und wert sind (bzw. sein Einkommen sichern) kann man die Daten regelmässig auf ein externes Laufwerk sichern und dieses während des normalen PC-Gebrauchs abstecken (bzw. auschalten). Das vergisst man aber immer wieder einmal – und falls in diesem Moment die „Ransomware“ zuschlägt ist auch die Sicherung futsch (bzw. verschlüsselt).
Oder man bedient sich einer NAS-Lösung, auf die man die Daten mittels FTP-Upload sichert – allerdings auch etwas umständlich.

Ich habe mir eine Methode ausgedacht, welche die Daten verschlüsselt sichert, (höchstwahrscheinlich) vor dem Zugriff von Ransomware schützt und gleichzeitig die tägliche Sicherung erleichtert:

Ich habe mir eine zusätzliche, grosse Festplatte eingebaut und darauf eine Partition angelegt, ohne diese zu formatieren (die Partition ist notwendig, da sonst Windows immer wieder darauf hinweist, dass die Platte zu partitionieren & formatieren wäre).

Dann installiert man Truecyrpt oder besser dessen Nachfolger Veracrypt; diese Verschlüsselungs-Software ist in der Lage, auch unformatierte Partitionen als Datencontainer zu benutzen. Somit ist während des normalen Betriebs diese Festplatte nur als unformatiertes Laufwerk vorhanden und für das Betriebssystem und in weiterer Folge für eine fallweise eingeschleppte Ransomware nutzlos – auf nicht formatierten Laufwerken kann man normalerweise nichts speichern und eben auch nichts löschen oder verschlüsseln.
Die gesamte (unformatierte) Partition wird nun mittels Truecrypt oder Veracrpyt komplett als Datencontainer „formatiert“ (Schnellformatierung reicht hier völlig aus).
Die Verwendung eines einfachen Passworts reicht hier ebenfalls, da dieses später für zusätzlichen Komfort in der Batch-Datei für die halbautomatische Sicherung gespeichert wird.

Um jetzt komfortabel die Daten regelmässig auf diesen (verschlüsselten) „Datencontainer“ zu sichern bedienen wir uns eines weiteren gratis erhältlichen Tools – „ROBOCOPY“ aus dem „Windows Server 2003 Resource Kit Tools 1.0“. Diese kleine „App“ (wie man heute sagen würde) kopiert man vorzugsweise (mit administrativen Rechten) in das Windows\System32-Verzeichnis, da man von überall darauf zugreifen kann.

Dann legt man sich noch eine kleine, feine Batch-Datei an, mittels der man die (unformatierte, verschlüsselte) Partition als virtuelles Wechsellaufwerk mountet, mit Robocopy alle wichtigen Daten(ordner) auf dieses Laufwerk spiegelt und danach das Laufwerk wieder „aushängt“, also dismounted und somit vor dem Zugriff von Ransomware (und anderen Personen 😉 schützt.

Meine Batch-Datei sieht beispielsweise so aus – die entsprechenden Variablen können in den Manuals zu Truecrypt bzw. Veracrypt nachgelesen werden, für das Herausfinden der Volume- bzw. Partition-ID des neuen Laufwerks gibt es mehrere Methoden, ich habe zum Anlegen der leeren Partiton und zum Auslesen der speziellen ID ganz einfach den „Partition Master“ von EASEUS verwendet:

"c:\Program Files\TrueCrypt\TrueCrypt.exe" /ls /q /a /c n /m rm /p PASSWORT /v \\?\Volume{aa75cec5-be3b-73da-25aa-ad79f0efeb7f}\

robocopy C:\ORDNER s:\ORDNER /mir /xd $RECYCLE.BIN "System Volume Information"

"c:\Program Files\TrueCrypt\TrueCrypt.exe" /q /ds

Bei „PASSWORT“ ist klarerweise das vorher beim Erstellen des verschlüsselten containers verwendete (einfache) Passwort einzutragen, zwischen die geschwungenen Klammern kommt die ID der (unformatierten) Partition. Alternativ kann man hier zB auch „\Device\Harddisk2\Partition2“ angeben, die korrekte Bezeichnung findet man in Truecrypt heraus, indem man auf „Select Device…“ klickt.
Die Befehlssyntax von Robocopy ist noch einfacher: Quelle, Ziel und den Parameter „/mir“ (für Mirror) angeben – fertig. Mit dem Parameter „/xd“ kann man eine Reihe von (Unter-)Ordnern angeben, die NICHT mitgespiegelt werden sollen.

Gesichert wird jetzt (zusätzlich zur „normalen“ laufenden Sicherung) zwei mal täglich – somit sollte sich bei einem tatsächlich auftretenden Schädlingsbefall der Schaden in Grenzen halten.

Glück auf und immer wachsam bleiben!

Grosse Dateien mit SMASH gratis versenden…

Heute bin ich im Blog von Gunther Wegner auf einen interessanten neuen Dienst gestoßen, der die einfache Dateiübertragung von beliebig großen Dateien via email und Downloadlink ermöglicht – gratis, ohne Werbung und mit einer Speicherdauer von maximal 7 Tagen. Hier der Link zum Originalartikel:
http://gwegner.de/blog/fromsmash-com-grosse-dateien-uebertragen-leicht-gemacht/

Aber nicht vergessen, sensible Daten vor dem Versand zu verschlüsseln – man weiß ja nie, wer mitliest!

Das PC-Upgrade 2017 – Teil 2

Wie im letzten Artikel beschrieben verlief bei der Erneuerung der Hauptbestandteile meines Arbeitsplatz-Workhorses alles glatt – bis auf die Probleme mit der m.2 SSD von Samsung, die nach einem Warmstart nicht mehr erkannt wurde.

Ich ignorierte das Problem erstmal und lies ein paar Vergleichstests laufen, um mir ein Bild über den zu erwartenden Geschwindigkeitsboost mit der m.2-SSD  zu machen – die technischen Daten lasen sich ja vielversprechendend (…bis zu 3.200MB/s sequentielle Lese und 1.900MB/s Schreibgeschwindigkeit…). Also – schaumamal:

Beginnen wir mit einer relativ schnellen Western Digital-Festplatte mit 4 GB – da sehen die Werte so aus:

Mit einer handelsüblichen, durchschnittlichen SSD von Samsung mit 1 TB um ca. 350 Euro wird die Sache schon etwas flotter – im Vergleich zu den alten SCSI- (oder PATA, Gott behüte!) Zeiten allerdings schon wahnsinnig schnell:

So gesehen ist der Speed einer direkt an den PCI-Express-Bus gehängten m.2-SSD mit 1 TB abnormal – die gute Samsung 960 Evo hält tatsächlich, was sie verspricht:

Kaum zu glauben, dass dieses kleine Kärtchen soviel Dampf machen kann!

Das alles hilft aber natürlich gar nichts, wenn die Platte nach jedem Warmstart nicht mehr im System auftaucht – also ab in die Support-Warteschlange.

Ich schilderte (etwa am 10.1.) das Problem dem Asus Support und erhielt nach relativ kurzer Zeit (2 Tage!) und in weiterer Folge freundliche, obgleich wenig hilfreiche Antworten und Tipps, z.B. einen BIOS-Reset durchzuführen, das Quickboot-Menü zu deaktivieren oder die POST-timeout zu erhöhen. Ich probierte brav alles durch, obwohl es nichts brachte – nur den Rat, auf eine ältere BIOS-Version downzugraden, ignorierte ich:

Bitte setzen Sie einmal das BIOS hardwarenah zurück. Schalten Sie dazu bitte das Netzteil aus und entnehmen Sie die CMOS-Batterie. Setzen Sie diese dann andersherum wieder ein, und warten Sie mindestens fünfzehn  Minuten. Danach setzten Sie die Batterie richtigherum wieder ein und schalten das Netzteil wieder ein. Stellen Sie dann im BIOS die Standardeinstellungen wieder her (Taste F5) und speichern diese ab. Wenn Sie z.B. ein RAID eingerichtet haben, stellen Sie den entsprechenden SATA-Controller bitte wieder auf RAID. Testen Sie dann bitte, ob das von Ihnen beschriebene Verhalten noch auftritt.

Bitte stellen Sie einmal im BIOS die Post delay Time etwas höher. Evtl. benötigt die m.2 beim Reset eine längere Initialisierungszeit durch das neue BIOS. Haben Sie schon einmal ein Downgrade auf eine frühere BIOS Version versucht?

Ich lies die Sache also auf sich beruhen und ärgerte mich in der Zwischenzeit mit meinem neuen 32-Zöller herum – ärgern ist vielleicht etwas übertrieben, aber wenn man sich auf einen neuen Riesenmonitor mit hoher Auflösung (Philips Philips BDM3270QP) freut und dieser in einer beschädigten Verpackung und ohne jegliches Zubehör, ja nicht einmal mit einem Standfuß, geliefert wird, kann einem die Vorfreude schon vergehen. Ich bin aber andererseits froh darüber, denn umgehend zurückgesandt entdeckte ich ebenfalls beim großen Versandhaus den BenQ BL3201PT mit echter UHD-Auflösung (3840 X 2160 Pixel) und – den Rezensionen nach – sehr guter Eignung als CAD- oder Fotobearbeitungsmonitor. Er deckt den den kompletten sRGB-Farbraum ab, also das, was üblicherweise im Internet verbreitet wird – ich maße mir nicht an, bei normalen Fotomotiven den Unterschied zwischen sRGB und AdobeRGB unterscheiden zu können, also reicht das für meine Zwecke vollkommen aus. Der BenQ war einige Tage später schon im Haus und nach kurzer Aufwärmzeit ging´s an´s Auspacken und Aufstellen. Zum Glück ist mein Schreibtisch groß genug – so ein 32-Zöller hat schon ordentliche Ausmaße! Allerdings war natürlich das Anschlußkabel zu kurz, also ein längeres HDMI-Kabel gecheckt, kann losgehen…aha, kein Bild. Neu booten. Windows-Logo, dann kein Bild. Auflösungstechnisch kann´s kein Problem sein, meine Radeon R9-Grafikkarte packt die Pixelanzahl locker. Also ab in´s Bildschirmmenü (ui, der hat sogar eine Kabel-Fernbedienung, die an eine USB-Schnittstelle gesteckt wird!) und ein paar Einstellungen bzw. Eingangsvarianten durchgeklickt – siehe da, ein Bild, in voller Pracht!

Wenn man von 1920 x 1200  auf 3840 X 2160 Pixel umsteigt, glaubt man, man hätte vorher in einen alten portablen Röhrenfernseher geglotzt (auch wenn EIZO draufsteht) – beeindruckend! Beeindruckend allerdings auch, was Windows 10 und sogar die Adobe Creative Suite mit dem überbordenden Pixelangebot machen, denn da gibt es einige Finetunings, mit denen man Stunden verbringen kann. Besonders ärgerlich ist zB, dass diverse Windows-Systemmenüs (IMMER!!!) noch nicht korrekt skaliert werden und dass zB Photoshop und Indesign ihre Einstellungen für die Bildschirmskalierung an unterschiedlicher Stelle anbieten – such, lieber User, such! In Adobe Lightroom habe ich dann wiederum keine Möglichkeit für eine vergrößerte Bildschirmdarstellung gefunden – also doch die Lesebrille aufsetzen.

Ziemlich ärgerlich wird die Sache allerdings wenn man (so wie ich 😉 zusätzlich noch einen zweiten Monitor mit 1920×1200 Pixel an das System dranhängt – dann kommt sich nämlich die Fenster-/Symbolskalierung von Windows gegenseitig in´s Gehege und man hat entweder eine Mini-Fuzzi-Zwergerl-Anzeige am kleineren Monitor oder eine zu große Darstellung am großen Bildschirm…hin und her, wie man´s auch dreht und wendet, es wird nix mit der perfekt im Zweitmonitor dargestellten virtuellen Maschine (ja, mein altes XP lebt auch noch), irgend etwas sieht einfach immer Scheisse aus.

Als ich dann diverse Remote-Desktop-Verbindungen zu unseren Servern ausprobiere kommt mir die erlösende Idee: Warum nicht die alte XP-Maschine in ihrem VMware-Player „versteckt“ laufen lassen und via Remote-Desktop am Zweitschirm darstellen – die Performance reicht ja locker aus. Und siehe da, das gute RDP-Programm liefert ein perfekt auf 1920×1200 skaliertes Bild meiner (virtuellen) XP-Maschine, alles ist gut:

Am Tag darauf kommt auch die (scheinbar) erlösende Antwort vom ASUS-Support: Es gibt ein neues Firmware-Update für die m.2 SSD, mit dem das Problem des „Verschwindens“ behoben sein soll(te). Allerdings musste ich noch zwei Tage auf das Erscheinen dieses Updates warten – Samsung hatte einmal arge Probleme mit einem vorschnell veröffentlichten Firmware-Update einer Festplatte und liefert seitdem die Updates nur mehr verzögert aus. Wahrscheinlich hoffen sie, dass sich ein paar User prompt melden, sollten die Daten ihrer SSD beim Update den Gang in´s Nirwana angetreten haben. Erschreckende Vorstellung…bei den gängigen Sicherungsgepflogenheiten unbedarfter Anwender!

To be continued a.s.a.p.!

 

Das PC-Upgrade 2017: Zwei kleine Wunder ;-)

Workstation 2017 mit Asus X99-AII und Samsung EVO 960 M.2 SSD mit 1 TB (grünes Rechteck)

Gestern habe ich mein „Arbeitspferd“ auf den aktuellen Stand der Technik gebracht – und es geschah ein kleines Wunder:
Alles funktionierte auf Anhieb.

Heute habe ich noch das BIOS des Motherboards auf den aktuellen Stand gebracht – und es geschah wieder ein kleines Wunder:
Seitdem wird die pfeilschnelle und sauteure 1 TB Samsung M.2-SSD nicht mehr erkannt.

Aber wen wundert so etwas schon, wenn er nur ausreichend lange IT-Erfahrung vorweisen kann?

 

Hardware-Aufstellung mit aktuellen Preisen (Stand 12/2016)


  • Samsung MZ-V6E1T0BW SSD 960 Evo NVMe M.2 1 TB: € 439,00
  • INTEL Core i7-6800K 3,40GHz LGA2011-V3 15MB Cache Boxed CPU: € 452,70
  • Asus X99-A II Mainboard (Sockel 2011-v3, ATX, Intel X99, 8x DDR4-Speicher, USB 3.1, M.2 Schnittstelle): € 272,16
  • Kingston 4 x D4 8GB 2400-17 Sx8 KVR: € 207,48
  • THERMALRIGHT Lüfter Therma Macho 120 Rev.A: € 40,89
Macht summa summarum: € 1.412,23

Lightroom CC 2015 – die Update-Katastrophe

…mir ist es am WOE (trotz gültigem Adobe-Cloud-Abo!) trotz zahlreicher Versuche nicht gelungen, Lightroom auf die aktuellste Version upzudaten – die Fehlermeldung war eine kopmlette Fehlanzeige und ich habe ausser Deinstallationsempfehlungen des gesamten Adobe-Pakets auch nichts entsprechendes im Netz gefunden. Der Hit daran: Obwohl das Installationspaket ca. 350 MB besitzt hat das Creative Cloud Abo-Programm nach dem Installationsfehler und Abbruch bei jeder Wiederholung von vorne begonnen, das Paket herunterzuladen…obwohl man quasi beobachten konnte, dass der Fehler erst kurz nach Beginn der tatsächlichen Installation auftritt… (danke, Adobe!)

Leider misslang aber auch die Deinstallation von Lightroom (sowohl via Cloud-Manager als auch Programm-Manager in der Systemsteuerung) sodass ich schon befürchtete, mein System komplett von allen Adobe-Programmen zu befreien zu müssen (händisch – eine Katastrophe!).

Als letzten Ausweg dachte ich mir dann noch – wieso nicht so wie in den guten alten DOS-Zeiten vorgehen: Eventuell kann ich das Update am Notebook durchführen und die Programmdateien dann einfach auf meinen Stand-PC übertragen…obwohl ich dieser Methode wenig Chancen einräumte. Also vorher noch Plattenimage ziehen…Notebook aktualisieren (dort klappte es mit demselben User-Account für die Adobe Cloud problemlos) und dann einfach den Programmordner komplett rüberkopiert.

Starten….warten…funktioniert!

p.s.: Nach den zahllosen Einträgen in diversen Foren bin ich nicht der einzige mit haufenweise Problemen mit dem Cloud-Abo und den dazugehörigen Installationen oder Updates – das Abomodell mag ja vielleicht gut in Hinblick auf Updatehäufigkeit und Geldbörse von Adobe sein, für uns User ist es aber ein einziger „Pain in the Ass“!