Aus NT4 (32bit) wird Server 2016 (64bit)

Was bisher geschah:

  • Virtualisierung der NT4-Maschine (komplett)
  • Erzeugung eines VMware-Clons lokal
  • Deinstallation der VMware-Tools unter NT4 (wichtig!)
  • Upgrade von NT4 auf Server 2000
  • Wichtig: Installation des ServicePacks 4 und Installation des KB835732 (Windows2000-KB835732-x86-DEU.exe), sonst funktionert der folgende Schritt nicht:
  • Installation der VMware-Tools unter Server 2000
  • Installation einer virtuellen XP-Maschine im lokalen (nur VM-Host) Netz des Servers2000 – Zugriffskontrolle, Exchange 5.5 funktioniert nach wie vor
  • Installation eines Servers 2008R2 inkl. Servicepacks (wiederum im lokalen Host-Netz), Integration des Servers in die Domäne des Servers 2000
    Wichtig: Server 2000 muss als DNS-Server fungieren und sich selbst als DNS-Server verwenden – die Domainserver- und Domain-Einträge im DNS müssen vorhanden sein. Server 2008 muss den Server 2000 als DNS-Server verwenden.
  • Am Server 2000 (!) von der Server 2008-CD aus dem Ordner “Support\Adprep”  den Befehl adprep32 /forestprep durchführen
  • Die Domäne am Server 2000 unter “Active Directory-Domänen und Vertrauensstellungen” – Eigenschaften der aktiven Domäne in den “einheitlichen Modus” versetzen (war vorher im gemischten NT4/Win2k-Modus).
  • Dann wiederum am Server 2000 von der Server 2008-CD den Befehl adprep32 /domainprep ausführen
  • Am Server 2008 dcpromo.exe ausführen und den Server als zusätzlichen Domänen-Controller im Netz installieren, es wird auch der DNS-Server installiert und konfiguriert.

Jetzt war dann erst mal Pause – diese Infoseite hat mir dann aber beim Heraufstufen des 2008er-Servers zum Haup-Domänencontroller sehr weitergeholfen: https://technikblog.rachfahl.de/losungen/umzug-einer-active-directory-domne-von-einem-small-business-server-2003-zu-einem-windows-server-2012/

Folgende Kommandos (jeweils am neuen Server 2008 durchzuführen) sind für die Übertragung der FSMO-Rollen verantwortlich (sprich, aus dem Backup Domaincontroller wird der Primäre Domaincontroller. Ich zitiere die o.a. Website):

Administrative Eingabeaufforderung öffnen, folgende Befehle eingeben:

  • NTDSUTIL
  • Roles
  • Connections
  • Connect To Server <Servername_des_neuen_Servers>
  • Quit

Jetzt die Übertragung der Rolen starten, Popup-Fenster jeweils mit “Ja” bestätigen:

  • Transfer Schema Master
  • Transfer Naming master
  • Transfer RID Master
  • Transfer PDC
  • Transfer Infrastructure Master

Danach zweimal QUIT eingeben – fertig.

Anmerkung (habe ich noch nicht kontrolliert): Wenn Sie einem SBS-Server die Rollen wegnehmen, empfindet dieser das als “Verstoß gegen seine Betriebsregeln” und startet nach einer gewissen Zeit in regelmäßigen Abständen neu. Standardmäßig liegt dieser Zeitraum bei 7 Tagen, der Patch KB943494 verlängert diesen Zeitraum auf 21 Tage.

Als nächstes habe ich versucht, nun in der Domäne, in der sowohl ein alter Windows 2000 Server mit Exchange 5.5 und SQL 2000 läuft, mit Windows XP und Windows 10 zu experimentieren, um festzustellen, ob alles nach wie vor funktioniert (würde mir eine Verschnaufpause für die Echt-Umstellung verschaffen). Am XP-Client scheint alles klaglos zu funktionieren, der Windows 10 Client kann sich jetzt auch an der “alten” Domäne anmelden, was allerdings NICHT funktioniert ist zB Outlook 2010 – das verweigert die Zusammenarbeit mit dem alten Exchange 5.5-Server. Aber auch hier hilft es zwischenzeitlich, Outlook 2003 unter Windows 10 zu installieren – das klappt einwandfrei, auch die Verbindung zum alten Exchange-Server!

 

Autobahnmaut-Abzocke in Slowenien vermeiden

Aktuell (September 2016) werden für die lächerliche Streckenlänge von 45 km fertig ausgebauter Autobahn auf der Route von Spielfeld nach Kroatien für eine 7-Tages-Vignette (Kategorie PKW) 15 Euro fällig. Das alleine wäre ja schon frech, allerdings benötigt man für einen einwöchigen Urlaub im Süden bereits 2 Vignetten (oder eine Monatsvignette), was den Preis auf 2 x 15 bzw. 1 x 30 Euro steigert.
Quelle: pers. Erfahrung und ÖAMTC (Zit: Wichtig für Kurzurlauber: Für einen Urlaub von zum Beispiel Samstag bis Samstag sind 2 7-Tages-Vignetten oder eine 1-Monats-Vignette nötig, da der Zeitraum von Samstag bis Samstag bereits 8 Kalendertage misst.)

Würde man das auf die ebenfalls perfekt ausgebaute Autobahnstrecke von der Slowenisch-Kroatischen Grenze bis z.B. Zadar umlegen käme man bei Hin- und Rückreise auf etwa 212 Euro Maut!

Schon alleine deswegen (also aus Prinzip) und weil die slowenische Regierung bereits seit Jahren den nur 24 km langen Lückenschluss zwischen dem Autobahnende Draženci und dem Grenzübergang Gruškovje “verschleppt” (derzeit wird allerdings gebaut) haben wir bei unserer letzten Urlaubsreise beschlossen, bei dieser Abzocke nicht mehr mitzumachen und den längeren, aber durchaus gemütlichen und landschaftlich weitaus schöneren Umweg über Mureck in der Steiermark und Ptuj (Pettau, die älteste Stadtgemeinde in Slowenien und die älteste Stadt des ehemaligen Herzogtums Steiermark) zu wählen. Diese Route vor allem deshalb, weil im Netz diverse Berichte über “Mautfallen” bei der Route durch Marburg existieren, so soll zB bei einem Kreisverkehr kurz vor Marburg, auf den man fast unweigerlich kurz auffahren muss, bereits Mautpflicht herrschen.

Stolperfallen lauern auf dieser Route eigentlich keine, vor allem wenn man mit einem korrekt programmierten Navi (oder Google Maps) unterwegs ist. Man wählt (natürlich mit der Routenoption “Autobahn” oder “Mautpflichtige Straßen” vermeiden) einfach Mureck als Ausgangspunkt und eine der kleinen Ortschaften entlang der Hauptverkehrsroute vor dem Grenzübergang (z.B. Podlehnik) als Ziel. In diesem Bereich ist es derzeit allerdings aufgrund der Straßenbauarbeiten etwas kompliziert, auf die Bundesstraße E59 aufzufahren – da sollte man sich kurz vor der Abreise noch auf Google Maps orientieren, ich bin mir nämlich nicht sicher ob bei der Auffahrt auf der neuen Verbindungsstraße Nr. 2 zwischen Ptuj und der E59 nicht bereits (oder demnächst) Vignettenpflicht herrscht. Im Zweifel nach der Drau-Überquerung in Ptuj einfach links abbiegen und auf der “alten” Bundesstraße Richtung Süden fahren. Ich habe unsere gefahrene Route HIER verlinkt.

mureck-ptuj-kroatien

Why is correct autorouting so difficult, Garmin?

3 examples from a tour in Austria last weekend:

  1. Route from “Langenlois” to “Nöhagen”:
    green = autoroute by garmin
    orange = simple direct waygarmin-navinonsene-01
  2. Route from “Melk” to “Wieselburg”
    green = autoroute directing me on a minor road directly near the highway connection!
    note: no “highway” or “toll road” avoidance activated in the settings!!!
    orange: simple direct connection to the highway
    garmin-navinonsene-02
  3. Route from center of “Mariazell” to “Neuberg an der Mürz”
    green = Garmin directing me on a very narrow, steep street in the city instead of leading me on the main road (orange) to the exit of the village
    garmin-navinonsene-03

navigation device: zumo660 (current firmware)
map: city navigator europe 2017.1

GPS-Routenoptimierung unter Einbeziehung von Ampelpositionen und -wartezeiten

Idee: Viele Navi-Hersteller oder auch Google/Apple verwenden Live-Daten (Feedback vom Navi oder Mobiltelefon, Anzahl der eingebuchten Mobiltelefone bei bestimmten Sendemasten) um den Verkehrsflluß bzw. Staus anzuzeigen.

Bis dato hat aber meines Wissens noch niemand die Anzahl der Ampeln auf einer Strecke sowie die Ampel-Wartezeiten in seine Routenberechnungen mit aufgenommen, obwohl diese in mittleren und großen Städten zur Berechnung der Route eigentlich sehr wichtig wären.

Garmin, TomTom, Apple, Google – anyone listening?
© by me (ca. 2010)

Shutdown eines ESXi-Servers mittels einer APC-USV und einem Windows-Host

Lange habe ich gegrübelt, wie man wohl ohne aufwendiges “Gepfriemel” einen ESXi-Host (von VMware) bei einem Stromausfall, der länger dauert, korrekt herunterfahren könnte. Im Netz bzw. auf den VMware-Supportseiten findet man dazu alle möglichen Hinweise – von der Installation eines eigenen Plugins in den ESXi-Host (very complicated) bis hin zur Verwendung einer speziellen (und nicht gerade günstigen) Netzwerk-Verwaltungsschnittstellenkarte von APC selbst. Dabei ist die Lösung so einfach:

Man schleift die USB-Schnittstelle des ESXi-Hostservers, an der die USV angeschlossen ist, zu irgendeiner virtuellen Windows-Maschine (die auf ebendiesem ESXi-Host läuft) durch (Hardware konfigurieren, hinzufügen: USB-Controller, OK, Hardware hinufügen: USB-Gerät, die USV auswählen, OK) und installiert auf dieser virtuellen Windows-Maschine die kostenlose Powerchute-Version von APC (die jeder USV beiliegt bzw. von der APC-Homepage heruntergeladen werden kann).
Zur Sicherheit habe ich dem “APC PBE Agent”-Dienst noch ein lokales Administrator-Konto zugewiesen, damit er ungehindert agieren kann.

Danach wird´s ein bisschen komplizierter – allerdings nicht sehr:
Die SSH-Schnittstelle am ESXi-Host freischalten (Konfiguration vom ESXi-Host, Software, Sicherheitsprofil: Eigenschaften, dann den SSH-Dienst auswählen, Optionen, entweder auf “automatisch starten…” oder “mit Host starten”) und danach natürlich auch starten.

Dann in der Windows-Client-Maschine das Programm “putty” sowie “plink.exe” (http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/download.html) z.B. in den Ordner c:\putty herunterladen und (zumindestens) einmal eine SSH-Verbindung + Login zum ESXi-Host aufbauen (SSH-Key wird automatisch installiert), diese Verbindung in Putty speichern und den dabei vergebenen NAMEN merken.

Jetzt im CMDFILES-Ordner der APC Powerchute-Installation (üblicherweise c:\program files (x86)\APC\Power Chute Business Edition\agent\cmdfiles) eine eigene CMD-Datei anlegen (zB shutserver.cmd), die folgenden Befehl enthält:

@START “” “c:\putty\plink.exe” ESXI -l USERNAME -pw PASSWORT “/sbin/shutdown.sh && /sbin/poweroff”

ESXI = der Name der Verbindungssession, die in Putty gespeichert wurde
USERNAME / PASSWORT = Username und Password des Root-Accounts des ESXi-Hosts

Jetzt bleiben nur mehr zwei Tasks bis zum erfolgreichen Shutdown: In der Powerchute-Konfiguration die soeben angelegte “shutserver.cmd”-Datei im Menu “Shutdown” unter “Shutdown settings” (no na 😉 anwählen und (falls nicht sowieso bereits geschehen) am ESXi-Host die entsprechenden Aktionen zum Herunterfahren der virtuellen Maschinen konfigurieren (ESXi-Konfiguration, VM starten/herunterfahren, Eigenschaften) – also entweder “Herunterfahren” oder “Anhalten”.

Ich habe das Script getestet, es hat einwandfrei geklappt – ein vorheriger Wechsel des ESXi-Hosts in den Wartungsmodus war nicht nötig.

Hier der Vollständigkeit halber (mit Dank) noch der Link zu dem Originalartikel, der mich auf die richtige Spur gebracht hat:

https://community.spiceworks.com/how_to/55064-how-to-gracefully-shut-down-vsphere-5-x-esxi-free-using-an-eaton-ups-with-ipm-and-the-command-line

Den zweiten wichtigen Artikel, in dem ich darüber aufgeklärt wurde, dass man die Variablen für das @START-Kommando des APC Powerchute-Scripts (also zB @START “” “c:\putty\plink.exe” variable1 variable2 etc.) außerhalb der Anführungszeichen plazieren muß, werde ich nachreichen (wenn ich ihn wiedergefunden habe).

Ein weiterer interessanter Artikel, der sich mit dieser Thematik beschäftigt: https://www.binarus.de/articles/apc-usv-network/apc-usv-network.shtml

Der Helm und das Headset

Ich besitze schon seit einiger Zeit einen Schuberth C3-Helm und ein dazupassendes SRC Bluetooth-Kommunikationssystem. Zum neuen Motorrad würde allerdings auch ein neuer Helm gut passen – ein sogenannter “Adventure-Helm“, den gibt´s z.B. von Touratech, nämlich der “Touratech Aventuro Mod”.

Touratech Aventuro Mod in “Sky”

Dieser Helm ist (so wie mein C3) mit der Klapptechnik von Schuberth ausgerüstet, (wobei dieser Helm garantiert komplett von Schuberth gefertigt wird, genauso wie die “BMW”-Helme) – sehr angenehm, wenn man mal eben schnell mit jemandem sprechen oder ein Foto knipsen will ohne den Helm abzunehmen bzw. einfach nur den Helm bequemer aufsetzen oder abnehmen will. Viel bequemer. Zudem lässt sich damit (natürlich nur ganz langsam) auch mit hochgeklapptem Kinnteil dahinrödeln…an heißen Tagen eine wahre Wohltat!

Und – nicht zu vergessen – endlich könnte ich einen Helm in weiß haben! Als ich den alten C3 gekauft hatte war mir noch nicht bewußt, dass auch ein silberfarbiger Helm recht warm wird. Nicht sehr, aber jedenfalls wärmer als ein weißer.

Interessant wäre es aber, vor einem allfälligen Probieren (im Touratech Shop in Wiener Neustadt) zu erfahren, ob das nicht gerade günstige Kommunikationssystem meines C3 auch bei dem Touratech-Helm passt – schreiben wir also dem Kundensupport. Und zur Sicherheit (Erfahrung macht klüger) gleich auch dem Kundensupport von Schuberth – die werden wohl die zuverlässigste Aussage machen können. Was sich dann in meinem Postfach abgespielt hat, war recht unterhaltsam – leider aber auch typisch:

Ich an Schuberth und Touratech: “Ich habe derzeit einen Schuberth C3 (kein Pro), kann man das SRCS dafür auch im Touratech Aventuro Mod verwenden?”

Touratech: “Da ist eigene SRC Komm. System für dein Schuberth C3 (ohne Pro) und ist leider von uns nicht mehr lieferbar. Unser 01-500-1655-0  oder 01-500-1656-0 passt lieder nicht.”

Ich: “Danke, aber ich habe mich falsch ausgedrückt: Passt mein Schuberth SRCS (vom Schuberth C3) in den Touratech Aventuro Mod-Helm?”

Touratech: “Leider dass das ist auch nich möglich. Man muss 01-500-1655-0  oder 01-500-1656-0 verwenden.”
und 5 Minuten später
“Hallo, gerade einen alternative für dich gefunden, preis günstige SENA 10 U (01-065-0965-0 ) für €279”

Ich lese mir die Beschreibung vom Sena 10u durch und denke mir – nunja, im Notfall…das macht die ganze Sache aber schon schön teuer. Warten wir mal ab was Schuberth sagt…und tatsächlich, ein paar Stunden später klingelt´s in der Inbox…

Schuberth: “Sehr geehrter Herr, vielen Dank für Ihre Anfrage. Das SRC-System des C3 können Sie auch wie gewohnt im C3 Pro, E1 und Touratech Aventuro Mod verwenden. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.”

Schau schau….und schon wieder noch klüger geworden! 🙂

CRF1000A Africa Twin 2016 – die “Gelände”taufe

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Nachdem ich gestern nach über einem Monat Wartezeit (das Vorführmodell, das ich erstanden habe, durfte lt. Vertrag mit Honda Österreich erst Ende Juni “freigegeben” werden) endlich meine Africa Twin übernommen hatte, konnte ich es kaum mehr erwarten, sie einmal im “Gelände” zu testen. Alle Profitester sind ja voll des Lobes bezüglich Handling, Fahrwerk und Offroad-Enduro-Tauglichkeit. Gesagt-getan, ich wählte für die Anreise – quasi zum Aufwärmen – einen kleinen Umweg über den Plesch und dann von Süden die Route auf den Silberberg bei Übelbach, wo ein Freund ein kleines Bauernhaus als Wochenendhaus gepachtet hat. Der Weg dorthin führt über mehrere Kilometer Schotterpiste, die letzten paar hundert Meter über einen wirklich sehr holprigen Schotter-Felsen-Gras-Forstweg. Mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch (einige Tausend Euro dort einfach den Hang hinunterzukippen ist wirklich keine erstrebenswerte Option) nahm ich den Weg in Angriff – und stellte fest, dass Geschwindigkeit tatsächlich stabilisiert. Man muss sich einfach ein Herz nehmen und und nur nicht zu langsam werden, dann klappt´s auch offroad. Das Fahrwerk ist wirklich ein Traum, Unebenheiten werden hervorragend geschluckt und im Vergleich zur Rumpelei im Auto auf derselben Strecke ist das Fahren mit der AT dort fast “entspannend”. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie sich das erst mit echten Geländereifen anfühlen muss!

Meine Begeisterung war so groß, dass ich danach gleich noch den Rechberg, die Sommeralm und den Breitenauer Graben “bezwingen” mußte, um schlußendlich noch auf der Autobahn zurück nach Graz ein wenig Tempo zu machen – Fahrstrecke insgesamt 182 km mit 3975 hm bei durchschnittlich 47,5 km/h und 3h16 Fahrzeit.
Nicht schlecht für den Anfang!

Nur die lt. Norm angegebenen 4,xx Liter/100km werde ich wahrscheinlich nicht schaffen. Derzeit steht die Durchschnittsverbrauchsanzeige auf 5,0 – ok, bei DER Leistung (95 PS/97 Nm) auch nicht so schlecht.

Nachfolgend die heutige Route und ein paar Impressionen von den Ausfahrten gestern und heute.

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Victory in Plenzengreith!
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Beinahe schon komplett überwuchert - die Schöck"e"l-Nordlift-Talstation
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 Montage meiner Touratech-Halterung für das Garmin-Navi
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 Heisses Eisen bei kühler Brise auf der Sommeralm
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 Cloudy sunset over Graz

Neues Lieblingsmesser: CRKT Ikoma “Fossil” (Plain Blade Folder)

Unlängst stolperte ich beim Surfen auf der Böker-Homepage über ein Messer in sehr interessantem Look – das “Fossil” vom Designer Flavio Ikoma, gefertigt von CRKT (Columbia River Knife and Tool). Neugierig geworden bestellte ich es mir gleich beim “grossen Versandhaus” und wenige Tage später hielt ich das wild aussehende Teil in der Hand. Mittlerweile (und nachdem ich der Klinge einen neuen, feineren Schliff verpasst habe) gefällt es mir immer besser, es liegt extrem gut in der Hand und hat genau die richtige Größe für viele Aufgaben. Einziges Manko: Steckt es mit dem Clip gesichert in der Hosentasche ist es recht unangenehm, die Hand einzustecken – die Oberfläche des Griffmaterials ist doch recht rau.

CRKT Ikoma "Fossil"

Alten Diascanner wiederbeleben – CanoScan FS-4000US unter Windows 10

Ungefähr Anfang 2003 habe ich mir einen echten Diascanner gekauft – den CANON FS-4000US, mit USB (v1.1) und SCSI-Anschlüssen. Damals war eine SCSI-Karte im PC noch weitverbreitet, der Anschluss darüber klappte gut und die Geschwindigkeit war besser als via USB. Um das Scan-Ergebnis zu verbessern kaufte ich dann auch noch die professionelle Silverfast-Scansoftware Ai 6 inkl. der IT-8 Kalibrierungs-Target dazu – alles in allem ein recht umfangreiches Gesamtpaket zu einem nicht unerheblichen Preis. Nachteil des Scanners von Anfang an: Er ist recht langsam, und wenn man die hardwaremässige Infarot-Stauberkennung nutzt, doppelt so langsam (die funktioniert zudem bei schwarzweiss-Negativfilmen aufgrund des Silbergehalts nicht bzw. nahezu nicht).
HIER wird der Scanner ausführlicher vorgestellt.

Einige Jahre später (2008) kaufte ich mir dann den EPSON V750PRO Flachbettscanner mit Durchlicht- und Nass-Scaneinheit – vor allem in Beziehung auf die Geschwindigkeit und natürlich Scangrösse ein Quantensprung. Mit der grossen Durchlichteinheit konnte ich auch problemlos Mittelformat- (bzw. 6×7 cm) und Grossformat (4×5″)-Filme einscannen. Die Investition in die Nass-Scan-Platte inkl. entsprechender Flüssigkeiten und Klebebändern entpuppte sich allerdings als Schuss in den Ofen, denn es ist nunmal sehr schwer, Negative oder Dias auf einer planen Oberfläche blasenfrei zu befestigen – nicht umsonst sind die absoluten Spitzenklassenscanner Trommelscanner (oder der Film wird, wie beim Hasselblad Flextight, durch eine patentierte, glaslose Führung gekrümmt).

Die Qualität des Epson überzeugte mich weitestgehend, alleine die Schärfe (speziell beim Scannen von Kleinbildfilmen) liess immer zu wünschen übrig – der Canon-Scanner zeigte auch das Filmkorn, das war beim Epson quasi nicht möglich.

So entschied ich mich nach Jahren, in denen der Canon im Regal beinahe verstaubte, diesen wieder in Betrieb zu nehmen und mich bei einem direkten Vergleich zu überzeugen. Problem: Mein PC läuft inzwischen unter Windows 10/64bit, die letzte Treiberversionen für den Canon FS4000-US datieren aus dem Jahre 2003 und es gibt überhaupt nur einen Treiber für Vista (ein schrecklicher Ausrutscher von M$, übrigens – ähnlich wie Windows ME) und der nur für 32 Bit. Was also tun?

Ich entschied mich für eine VMware-XP-Box, die auch hurtig aufgesetzt war, und sobald das System lief, versuchte ich auch den am USB-Port korrekt erkannten Canon-Scanner an die VMWare-Maschine “anzuhängen” – klappte auch zuerst, allerdings erkannte das (neu aufgesetzte!) Windows XP den Scanner in der virtuellen Maschine nicht. Nach kurzer Zeit gab es sogar eine VMWare-Fehlermeldung und der Scanner “verschwand” wieder aus der virtuellen Maschine.

Intensive Recherche im Netz förderte einige Minuten (also, eigentlich viele) später einen Lösungsvorschlag zutage: VMWare komplett deinstallieren, neu installieren, nochmal probieren. Etwas skeptisch versuchte ich es damit, und siehe da – plötzlich wurde der an die virtuelle Maschine übertragene Scanner korrekt erkannt und ich konnte auch den (alten) Treiber korrekt installieren. Jetzt noch flott die Silverfast-Software drauf und eine alte Photoshop-Version hinzufügen, fertig ist die “Rettungsinsel” für den Canon FS-4000US!

Nach einigen Testscans kann ich sagen, dass das ganze System recht stabil läuft – die gescannten Dateien kann ich via “Shared Folders” oder Netzwerk an den HOST übertragen und dort mit modernsten Mitteln nachbearbeiten. Aus Geschwindigkeitsgründen ist die virtuelle XP-Maschine natürlich auf einer SSD-installiert – alles in allem belegt sie dort ca. 14 GB.

Welches der beiden Scan-Ergebnisse mir nun besser gefällt kann ich noch nicht sagen – ich habe versucht, mit beiden Systemen (sowohl Epson als auch Canon werden von Silverfast Ai mit entsprechenden “NegaFix”-Einstellungen, welche die Eigenheiten nahezu aller erhältlicher Negativ-Filme korrigieren können, angesteuert) unter etwa gleichen Bedingungen zu scannen, ein Vergleich ist hier möglich (links der Canon, rechts der Epson):

Scanergebnis-Vergleich Epson-Canon

Links zu den Fotos in Originalgrösse: CANON / EPSON

Ein paar Beispiele von der letzten Scan-Session:

Mit der Güllepumpe (Honda CX500) von Graz nach Rovinj

Obligater Tankstellenhalt in Bad EisenkapplMotorrad: Honda CX500 Bj. 1980 / ca. 60.000 km
(+ BMW1200GS + Ducati Scrambler)

Teil 1: Freitag, 20.5.

Wir trafen uns am Freitag um 0900 zur Abfahrt Nähe Flughafen Thalerhof und beschlossen, in Anbetracht der Etappenlänge den ersten Teil der Reise via Pack-Autobahn A2 bis nach Wolfsberg schnell hinter uns zu bringen. Tief hingen die Wolken über der Pack und in jedem Tunnel freute ich mich über die etwas wärmere Luft – auf die Innenjacke hatte ich vorsorglicherweise verzichtet. Auf der Kärnter Seite war es etwas freundlicher, aber bis zur Abfahrt Wolfsberg Ost blieb es (bei Autobahngeschwindigkeit, also ca. 110 km/h) sehr kühl. Wie üblich hatten meine beiden Reisefreunde mit ihren stärkeren Maschinen auf der Autobahn bereits einen Vorsprung bei der Ausfahrt Wolfsberg, den ich aber bis Eisenkappl (vereinbarter Treffpunkt) durch meine Garmin nüvi 660-unterstützten Navigationskünste wieder mehr als wettmachen konnte – sie hatten sich nämlich beim Klopeinersee verfahren.

Nach einem Tank- und Cappuccino-Stop in der “Stamm”tankstelle in Eisenkappl nahmen wir bei Sonnenschein den Seebergsattel in Angriff, der ist jedesmal ein Erlebnis – die Strecke ist auf der österreichischen Seite ein absolutes Motorrad-Highlight. Wie auch schon bei der ersten Befahrung ein Monat zuvor waren kaum Fahrzeuge unterwegs und bis zum Fototermin auf der anderen Seite waren wir komplett alleine auf der Strecke.

Seebergsattel mit Ausblick auf den Grintovec
Seebergsattel, Blick auf Cerkev Sv. Andrej

Nach Kranj ging´s nun zügig weiter, die Strecke ist wunderbar und lädt zum “heizen” ein – soweit es die behäbige Honda CX500 zulässt. Schon grundsätzlich nicht sehr wendig, ist sie mit Reisezuladung (Topcase, Tankrucksack, ich) noch etwas behäbiger, aber die ~350 kg Gesamtgewicht bei 55 PS Maximalleistung lassen sich dennoch recht hurtig durch die Gegend treiben.
Durch Kranj hindurch bis nach Skofia Loka ist die Strecke langweilig, erst Richtung Gorenja vas wird´s wieder interessanter. Hier im Ort stellte ich mein Navi auf den über-übernächsten Wegpunkt “Logatec”, was sich als Fehler herausstellen sollte. Verlässlich führte uns das nüvi 660 (trotz Einstellung “kürzere Zeit”) nach Lucine quer durch die Pampa hinauf in´s waldreiche Bergland, jeden Augenblick erwarteten wir das Erscheinen von Wölfen oder Bären.

OSM-Topo Lucine-Ziri

Kurz nach knapp (also nach der Gostilna Hribernik Anica s.p. in SMREČJE 48) erwischten wir auch noch eine schlecht angezeigte Gabelung falsch und fuhren Richtung Nordwest nach Ziri – quasi zurück. Dort gab es zwar ein nettes Café mit guten Marmeladenkipferln, aber anhand der Blicke der Einheimischen konnten wir erkennen, das hier nicht oft österreichische Touristen auf Motorrädern durchkommen.
Von Ziri Richtung Logatec führt die Strasse kurvenreich durch ein Tal, der schöne Landschaftseindruck wurde nur durch eine singuläre Regenwolke getrübt, die sich exakt über uns entlud – kurz feucht macht nichts, aber eine regennasse, kurvenreiche Strasse ist äusserst unerfreulich.
Erkenntnis des speziellen Streckenabschnitts zur Vermeidung der Durchfahrt durch Ljubljana: Nach Gorenja vas auf der Bundesstrasse 407 Richtung Vrzednec/Horjul bleiben und erst dort Richtung Logatec abbiegen. Alles in allem hat uns dieser interessante “Umweg” sicher einen Zeitverlust von einer Stunde beschert.

Mehr als entschädigt wurden wir nach Logatec und Kalce allerdings durch die sensationelle (Motorrad-)strecke durch die Gegend um Planina – ein wunderschönes Gebiet und herrliche Kurven, bis nach Postojna.

Durch Adelsberg bzw. Postojna ging´s dann recht flott immer wieder die Autobahn A1 kreuzend weiter Richtung Koper/Triest, wo der nächste Fototermin stattfand:
Triest mit Dolomiten im Hintergrund
Schiffe vor Koper

Fotopause bei Koper

Nach kurzem Stop verabschiedeten wir uns wieder vom Meerblick und fuhren weiter Richtung Buzet/Motovun – eine wunderschöne, breit ausgebaute Strecke mit Ausblick auf die schroffen Felsen des Karstgebiets. Langsam riecht´s auch südlich!
Wie aus dem Nichts taucht dann plötzlich der Grenzübergang bei Pozane/Socerga auf, so plötzlich, dass ich (als GPS-Leithammel) beinahe durchgefahren wäre. Ok, Pässe herzeigen, der slowenische Zöllner lässt Nachsicht walten, aber die kroatische Zöllnerin will schon sehen, wer da einreist.

Fotos von Motovun (sicherlich ein oftmals fotografiertes Kleinod), habe ich ausgelassen – vor dem Örtchen auf der kilometerlangen Geraden ist es einfach zu schön, das langsame Näherkommen zu geniessen, und nach dem Örtchen (man sollte unbedingt abzweigen und erst wieder bei Barici/Stuti auf die Haupstrasse zurück) ist die Strecke motorradtechnisch einfach zu aufregend, um in Ruhe stehenbleiben und einen Fotopunkt suchen zu können.

Nach einigen weiteren Kilometern Richtung Süden gelangten wir dann endlich an den Limski Fjord (wie schon in der Erinnerung vom letzten Besuch 1981 total verwachsen, es gibt kaum Aussichtspunkte) und nach der Abzweigung bei Brajkovici endlich nach Rovinj. Interessanterweise taucht erst hier zum ersten Mal ein Ortsschild mit “Rovinj” auf – reichlich spät für einen derartig beliebten Urlaubsort, finde ich.

Ein paar Impressionen:

vonhinten.at
sunset@Rovinj
arrival@Villa Dobravac
sunset@Rovinj

Reisedaten
Verstrichene Zeit: 8:21
Zeit in Fahrt: 6:20
Pausenzeit: 2:01
Durchschnittsgeschwindigkeit: 65,6 km/h (max. 139 km/h)
Aufstieg: 5151 m / Max. Höhe: 1209 m / Abstieg 5466 mDistanz: 416 km